Double Felix

Nachts, wenn alles schläft und der Schnee draußen langsam vor sich hin schmilzt, leuchtet irgendwo im Haus noch ein Display und man hört das leise Tapsen der Fingerspitzen, die über den Touchscreen hüpfen. Es ist bereits kurz nach Mitternacht und somit hat der letzte Tag des Jahres ganz offiziell begonnen, einen langen Blick zurück auf 2014 mag ich aber noch nicht so recht werfen, vielleicht kommt das ja am Wochenende, wenn ich wieder zurück in Düsseldorf bin.

Die Tage nach Weihnachten waren ruhig, frostig und irgendwie viel zu schnell vorbei. Obwohl die Temperaturen nur knapp unter dem Nullpunkt gefallen sind und ich eigentlich auch immer warm eingepackt nach draußen gehe, habe ich doch ganz schön doll gefroren und mich daher nicht so recht ans Meer getraut, was eigentlich schon ein bißchen schade ist und zudem auch noch die Auswahl an Fotomotiven auf die unmittelbare Nachbarschaft meiner Eltern begrenzt. Meistens habe ich dabei unseren Hund Felix mit dem Handy verfolgt, vor allem, wenn er zum Schmusen bei bzw. auf mir lag. Neulich beim Gassi gehen, hatte ich auch die kleine Fuji und dachte mir, ich probiere das mit der internen Doppelbelichtung einfach noch mal. Die ersten Testbilder, die ich anfangs mal in Düsseldorf gemacht hatte, fand ich eigentlich nicht so spannend, weil sie nicht wirklich viel Ähnlichkeit mit analogen Doppelbelichtungen hatten, aber diese 2 Aufnahmen von Felix fand ich, trotz des einfachen Motivs, gar nicht mal so schlecht.

Double Felix I
Double Felix II

Da Mehrfachbelichtungen automatisch als JPEGs gespeichert werden, konnte ich die Bilder problemlos über das WiFi der Kamera an mein Handy schicken. Den schwarz/weiss Modus hatte ich bereits in der Kamera voreingestellt, da mir die Bilder jedoch etwas zu blass waren, habe ich sie auf dem Handy noch ein klein wenig mit der VSCO Cam App nachbearbeitet, sie sind also nicht ganz ’straight out of camera‘, aber relativ nah dran. Man hätte diese Korrekturen wohl auch direkt in der Kamera machen können, aber dafür war ich einfach zu bequem oder nicht geduldig genug. Obwohl ich durchaus darüber nachgedacht habe, einen Teil der anderen Bilder kameraintern vom Raw-Format zu konvertieren, um sie eventuell noch vor meiner Rückreise zeigen zu können, habe ich mich dann doch dagegen entschieden, das mach ich doch lieber ganz gemütlich daheim mit Lightroom. Und irgendwann finde ich bestimmt auch noch heraus, warum sich das Bildformat manchmal vom voreingestellten Verhältnis 3:2 abweicht, ohne das ich etwas bemerke. Alles zu seiner Zeit.

Und nun verabschiede ich mich für dieses Jahr. Kommt gut rüber und lasst es ordentlich krachen, wir sehen uns hoffentlich in 2015 wieder. Bis bald.

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10 Replies to “Double Felix”

  1. Die wunderbaren Doppelbelichtungen … Ich kann mich da auch einfach nicht satt experimentieren! Mir gefallen in deinen Bildern die Kompositionen sehr, was bei Doppelbelichtungen ja des öfteren ziemlich daneben gehen kann. Wirklich toll, dass die Fuji die Möglichkeit der Mehrfachbelichtungen anbietet! Ich habe mir jetzt, nach langem Grübeln, aber partout nicht vergessen könnens, eine alte Pentagon Six geholt, mit der ja leider keine Doppelbelichtungen möglich sind, außer ich lege den Film komplett neu ein. Aber durch die gewisse Filmtransportproblematik lasse ich das vorerst lieber 😉 Wie auch immer, nach gerade erhaltener „Sanierung“ aus der Kamerawerkstatt muss ich sagen, ich liebe dieses alte mechanische Teil einfach! Viel Gefühl, eine gewisse Schwere, keine Batterie, ext. Belichtungsmesser … Es macht richtig Freude mit ihr loszuziehen und für mich liegt sie weitaus besser in den Händen als der Schwedenwürfel. Ich bin auf jeden Fall schon sehr gespannt auf die entwickelte Filmrolle …
    Für 2015 gibt es somit viel Neues für uns zu entdecken, sei es mit einer Kamera, gewissen Einstellungen, Ideen oder Projekten. Ich wünsche dir ganz viel Spaß dabei und freue mich sehr auf deine weiteren Berichte!

    Komm gut ins neue Jahr!

    1. Vielen Dank, Anette. Du weisst ja, mir geht es da ähnlich, ich liebe Doppelbelichungen einfach total und war heute auch noch ein bisschen mit der Nikon unterwegs, vielleicht war da auch was nettes dabei. Die Pentacon Six kenne ich nicht, aber was ich so im Netz gefunden habe, sieht sehr gut aus. Sie hat auch einen Schachtsucher oder so etwas ähnliches, das ist natürlich besonders cool. Ich kann mir gut vorstellen, dass Du damit sehr viel Freude haben wirst und bin gespannt auf die ersten Bilder. Mein Schwedenwürfel liegt leider noch immer in Lauerstellung auf dem Schrank, ich habe wohl einfach zu viele Alternativen und zu wenig Zeit, aber vielleicht wird es im nächsten Jahr ja etwas besser 🙂

      Ich hoffe, Du hast eine schöne letzte Nacht des Jahres. Auf ein spannendes neues Jahr und viele neue (Foto-)experimente!

  2. … sorry, Pentacon Six 😉

  3. Ein Frohes Neues Jahr mit viel „Felix“ liebe Viola!

    Von meinem iPad gesendet

    1. Ha, I see what you did there 🙂 Danke, Marlies! Ich wünsche Dir und Deinen ‚Jungs‘ auch ein ganz tolles neues Jahr, es hat für euch ja bereits begonnen. Und ich freue mich jetzt schon auf unser baldiges Wiedersehen 🙂

  4. liebe viola, das erste felix bild mag ich ausgesprochen gern! über die fuji musst du mir mal mehr erzählen, langsam juckt es mich, mir statt der canon doch etwas anderes anzuschaffen, da ich immer wieder probleme mit dem fokus hab und auch mit der abbildungsleistung nicht sooo zufrieden bin und jaaa du kennst das ja 🙂
    ich hoffe, du hast den jahreswechsel angenehm verbringen können und bist ohne gröbere blauen flecken im neuen gelandet!
    alles liebe aus dem zu, glück nicht mehr ganz so eisigen wien!

    1. Hehe, das freut mich. Es ist das, wo er sich gerade an der Nase leckt, oder? Wer kann dem Anblick schon widerstehen 🙂 Ich glaube, ich habe noch immer viel zu wenig mit der Fuji fotografiert, um sie wirklich richtig auszureizen und ich kann ja auch nicht alle Bilder hier zeigen, aber ich glaube, sie ist schon was ganz Feines. Ich war ja recht skeptisch wegen der relativ weitwinkligen Festbrennweite, aber Makros und Porträts scheinen trotzdem ganz gut zu funktionieren und durch die kamerainternen Presets und Bearbeitungsmöglichkeiten, kann man eigentlich ganz gut auf Lightroom verzichten und die Bilder ’straight out of camera‘ nutzen, was sie meiner Meinung nach zu einem guten Reisebegleiter macht, falls man von unterwegs auch was teilen möchte und kein Laptop mitschleppen mag. Natürlich eignet sie sich nicht für alles, aber sie soll ja auch nicht die große Kamera komplett ersetzen. Ich teste mal noch ein bisschen weiter.

      Ich habe den Jahreswechsel ganz ruhig mit meinen Eltern verbracht und war als erste noch vor 1 Uhr im Bett. Ich glaube, da warst Du etwas länger unterwegs 🙂 So recht weiss ich noch nicht, was ich vom neuen Jahr halten soll, ich lass es einfach erstmal auf mich zukommen. Ich bin ja nun wieder zurück in Düsseldorf und für heute war eigentlich Schnee angesagt, der sich aber ganz schnell in Regen verwandelt hat, weil es einfach zu warm für Schnee ist. Das ist ja bei euch ein wenig anders, wenn man dem Wetterbericht glauben kann, zumindest schneit es in der Wetterapp meines iPhones. Ich hätte ja nichts gegen ein bisschen Winter, als Fussgänger sieht man das ja etwas entspannter 🙂 Ich wünsch Dir noch einen Schönes Sonntag und einen guten Start in den hoffentlich nicht allzu stressigen Januar.

      1. hihi, ja genau das 🙂 ich bin jedenfalls schon gespannt auf deine erfahrungsberichte. ich werd mal schauen, ich werde die g15 sicherlich eines tages ersetzen, weil sie mir doch nicht ganz bietet was ich gesucht hab. aber momentan warte ich eigentlich auf ein „update“ der d90 mit schwenkbarem display. oder halt irgendeine nicht-vollformatskamera von nikon in meiner klasse aufwärts mit schwenkbarem display. die hoffnung stirbt zuletzt ^.^ die features der fuji hören sich jedenfalls ziemlich cool an!

        also direkt in wien hats einmal kurz geschneit, aber noch vor silvester. jetzt ist (zum glück, für mich als autofahrer ^.^) alles wieder weg, aber dafür ist es matschig, grau und trist. weiter draußen schneit es grade viel, direkt bei uns regnet es die meiste zeit.

        ach der jänner. ich glaub ich hab heuer ein nachgelagertes novembertief im jänner. ich bin grade derartig antriebslos und heillos unglücklich wenn ich mir den zeitplan der nächsten wochen ansehe. liegt aber vorwiegend daran, dass meine gesamte (wenige) freizeit neben dem arbeiten mit der behandlung meiner schulter eingeplant ist 🙁

        1. Hm, hast Du Dir schon mal die Nikon D5300 angeschaut, als möglichen Ersatz für die D90? Die hat ein schwenkbares Display und wenn ich das richtig lese, ist es keine Vollformatkamera, d.h. Deine Objektive müssten da passen. Ich hab damals ja gedacht, so etwas brauch ich nicht, weil ich nicht im Live View Modus fotografiere, aber inzwischen benutze ich das Display wirklich oft, für andere Perspektiven halt.

          Ich glaube, mir geht es mit dem Januar ähnlich wie Dir. Ich hab auch noch irre viel Arbeit rumliegen, weil ich meinen ersten Bericht in der neuen Stelle noch immer nicht fertig habe und die nächsten 2 Wochen richtig ranklotzen muss. Mag morgen gar nicht ins Büro. Tut mir leid, dass es mit Deiner Schulter noch immer nicht besser ist, so was zieht einen natürlich noch mehr runter. Ich hoffe, die Behandlung hilft Dir und Du bist bald wieder richtig fit für neue Abenteuer, ohne Einschränkungen 🙂

  5. ja die kenne ich – die hat leider kein zweites display und wesentlich weniger schnelleinstellungsknöpfe und wäre daher von der bedienbarkeit für mich ein riesen rückschritt – darum ist sie wieder ausgeschieden 🙁

    ich stürze mich am mittwoch in ein neues arbeitsjahr das aufgrund von material das cih bekommen muss noch komplett unstrukturiert ist und das stresst mich enorm. aber ja – gelassenheit ist eine tugend, nur nicht meine.
    danke für die lieben wünsche. ich hoffe das auch sehr, langsam geht das nicht nur in die zeit, sondern auch ins geld, aber momentan lassen die fortschritte noch sehr zu wünschen übrig…

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