Last leaf drifting

Ein Hotelzimmer in Zürich, nur ein paar hundert Meter entfernt schlimmert der See friedlich in der Dunkelheit, in Nebelschwaden eingehüllt. Als ich heute am späten Nachmittag mit dem Zug in die Stadt rollte, strahlte die Sonne und ich staunte über die letzten Reste von Schnee, die hier und da noch zu entdecken waren. Kurz zuvor bin ich durch das neblige Deutschland gefahren, zunächst in Begleitung von ein paar abtrünnigen Jecken, die Altweiber wohl lieber in Köln als in Düsseldrof verbringen wollten, später schaukelte der Eurocity ganz gemütlich an den trüben Fluten des Rheins vorbei und natürlich auch an dem Felsen der Loreley. Auf diesem Teil der Strecke allein entdeckte ich so unendlich viele Fotomotive, dass es mir fast schon ein wenig weh tat, nicht ein einziges davon einfangen zu können. Ein paar Stunden später lief ich durch die Gassen Zürich’s und stelle fest, dass sich ohne Stativ in der Dunkelheit nicht viel ausrichten lässt, der Nebel tat dazu sein Übriges. Vielleicht habe ich morgen früh auf dem Weg zur Arbeit Gelegenheit, ein paar Bilder am See zu machen und wer weiss, was sich am Wochenende im Dreiländereck noch so ergibt. In der Zwischenzeit zeige ich euch noch schnell mein persönliches Lieblingsbild vom Spaziergang am Sonntagnachmittag und verabschiede mich damit ins Wochenende.

Last leaf drifting

Teile diesen Beitrag:

9 Replies to “Last leaf drifting”

  1. Sehr schön geschrieben, ein tolles Bild dazu… Du hast eine sehr bildliche Schreibweise, das mag ich…

    1. Das freut mich, Markus, vielen Dank. In letzter Zeit fehlte mir ein bisschen die Zeit zum schreiben, aber manchmal passt es dann doch 🙂

  2. oh ganz wunderbar! das mit den motiven, die man verpasst, kenne ich nur zu gut… hach ich liebe das foto. und zürich möchte ich acuh gern mal erkunden. beim anflug auf zürich hatte ich meinen kitschigsten flugzeug-naturmoment.

    1. Dankeschön 🙂 So wirklich viel Zeit zum Erkunden hatte ich auch dieses Mal wieder nicht, da unser Büro jedoch sehr nah an der Stadt und dem See liegt, ist es ganz nett. Und da mein neuer Chef ja in Zürich ist, werde ich dieses Jahr wohl noch öfter dort sein 🙂 Was war denn Dein kitschiger Flugzeugmoment?

      1. aber das sind ja ganz gute aussichten. irgenwdann hast du bestimmt acuh mal mehr zeit und man findest ja zu jeder jahreszeit was schönes!

        https://paleica.files.wordpress.com/2012/11/blog_urlaub2012-flugzeug02.jpg?w=700&h= das war mein kitschigster flugzeigmoment 🙂 man sieht es am foto leider nicht sooo gut, aber die rosa berge über der stadt, grade beim sonnenaufgang, das war einfach superwow!!

  3. Oh ja, immer wenn ich mit dem Zug am Mittelrhein vorbeifahre, möchte ich am liebsten aussteigen und fotografieren. Das sind so schöne Ruinen und Burgen und Weinberge und Lichtspiele und und und…das kann ich gut nachvollziehen!

    1. Du sagst es Anna! Ist wirklich zum verrückt werden, zumal es auch so Stellen gibt, die man eigentlich nur richtig vom Zug aus sieht. Bin gerade auf dem Rückweg, es ist wieder so’ne schöne Stimmung durch den Nebel, der über die kahlen Weinberge wabert. Schafe hab ich auch schon gesehen. Hach.

Wenn Du auch etwas dazu sagen möchtest...