Hold me tender

Nachdem ich mich heute schon den ganzen Tag darum gedrückt habe und es inzwischen eigentlich schon etwas zu spät dafür ist, habe ich mich doch noch dazu entschlossen, ein paar kurze Zeilen hinaus in den nächtlichen Ether zu schicken. Schon nach dem ersten Satz hänge ich gleich wieder fest und frage mich, welche Worte sich wohl finden lassen, ohne allzu lange vor dem Bildschirm festzusitzen, der ein wenig zu hell für meine ganz plötzlich sehr müden Augen zu sein scheint. Wenn sich all die kleinen Ereignisse und Veränderungen der letzten Wochen so einfach in sinnvoll fließende Sätze fügen ließen, wäre es vermutlich nicht so still hier und die Übergänge nicht all zu lang. Ein bisschen liegt es wohl auch daran, dass ich zu den Dingen, von denen ich gerne erzählen würde, bisher noch kein passendes Bild in der Welt gefunden habe und vermutlich noch etwas Zeit brauche, um mir selbst etwas mehr Klarheit zu verschaffen. Zum anderen liegt es vielleicht auch daran, dass ich mich in den letzten Wochen hauptsächlich mit dem Fotografieren von Menschen beschäftigt habe, die dabei entstandenen Bilder hier im Blog jedoch nicht zeigen kann, weil sie ausschließlich für private bzw. berufliche Zwecke bestimmt sind und einfach nicht hierher gehören. Als Ersatz gibt es ein kleines Mitbringsel von einem kurzen Besuch bei meinen Freunden in Darmstadt, symbolisch für ein paar unerwartete, zarte Momente voller Freude und Staunen über das Wunder des Lebens.

Zarte weiße Feder zwischen grünen Halmen

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10 Replies to “Hold me tender”

  1. so ein schönes foto! und was alles andere betrifft, hoffe ich für dich, dass sich bald alles zur klarheit fügt!

    1. Dankeschön 🙂 Alles lässt sich wohl nicht auf einmal anpacken, aber zumindest geht es gerade ein bisschen vorwärts.

      1. ich denk mir dann immer „ein schritt nach dem anderen“. und vorwärts ist fast immer die richtige richtung 🙂

  2. Schade und verständlich. Hätte aber sehr gern mal Menschenfotos von Dir gesehen… Das gebloggte Foto ist aber auch wunderschön, auf eine ganz besondere, beruhigende Weise…

    1. Danke, Markus. Es gab hier ja durchaus schon mal Menschenfotos von mir zu sehen (zusätzlich zu meinen ganzen Selbstporträtversuchen), ist aber alles schon ne Weile her. Auch wenn ich die Bearbeitung heute vermutlich etwas anders machen würde bzw. könnte, mag ich diese Serie hier zum Beispiel noch immer sehr gerne:http://olaswelt.com/2012/09/08/buehnenportraets-erster-versuch/
      Die aktuellen Aufnahmen, die ich gemacht habe, sind jetzt auch nicht so spannend, da es hauptsächlich Headshots von Kollegen waren, die ich nebenbei im Büro gemacht habe. Ich hab’s ja nicht so mit Menschen und werde vermutlich nie so richtig in die Porträtecke rutschen, es sei denn, mir fällt irgendwann mal ein wirklich geduldiges Modell in die Hände, aber als kleine Übung war bzw. ist es schon mal ganz nett 🙂

  3. Beautiful shot which most folk would fail to see.

    1. Thank you! I discovered it during a little break in the park. There were thousand of flowers but they just were not right and then I saw this hidden in the green. Moments like this always make me smile.

  4. Da wünsche ich dir alles Gute und hoffe, dass du ganz bald mehr Klarheit finden kannst. Manches braucht einfach seine Zeit … Auch wenn ich deine nicht gezeigten Aufnahmen von Menschen sehr sehr gerne gesehen hätte und unglaublich neugierig darauf bin, freue ich mich über dein wunderschönes Foto in diesem Artikel. Eine wahre Schönheit hast du hier rausgesucht! „…zarte Momente voller Freude und Staunen über das Wunder des Lebens.“ – wie wahr!
    Liebe Grüße, Anette

    1. Vielen Dank, Anette 🙂 Momentan beschäftigt mich vor allem eine Sache, die ich schon seit mehr als 10 Jahren vor mich hergeschoben habe und durch die im wahrsten Sinne des Wortes vieles endlich wieder klarer wird. Ich erzähle dazu etwas irgendwann in den nächsten Tagen, versprochen. Dafür bleiben ein paar andere Dinge erstmal wieder liegen, aber so ist es halt manchmal und ich mach mir deswegen einfach keine großen Gedanken. Ja, ich habe schon lange keine Aufnahmen von Menschen mehr zeigt bzw. gemacht, mir liegt das ja nicht so ganz und die aktuellen Bilder sind ja größtenteils auch nur relativ simple Headhots von meinen Kollegen, die ich nebenbei im Büro mache. Eigentlich wollte ich auch schon seit Ewigkeiten mal wieder ein Selbstporträt machen, schließlich habe ich schon seit fast einem Jahr eine neue Frisur. Vielleicht schaffe ich ja einen Kompromiss und mache ein Selbstporträt im Headshotstil.

      Das Bild in diesem Post und die damit verbundene Erinnerung hat übrigens mit einem 8 Wochen alten Winzling zu tun und ist während einer Stillpause im Park entstanden. Ein paar Stunden später, nach einem weiteren ausgiebigen Mal, wurde mir die Kleine von der Mama anvertraut und hat dann ganz friedlich etwa 1,5 Stunden auf meinem Bauch geschlafen. Davon wollte ich Dir schon längst erzählen, bin aber noch nicht dazu gekommen 🙂

      Ganz liebe Grüße,
      Viola

      PS: Deine neue Website hab ich mir neulich auch angeschaut, ist toll geworden!

  5. Vielen Dank, Viola! Das freut mich ja riesig zu hören! Die Gestaltung und vor allem die Projekt- und Bildauswahl hat doch einige Zeit in Anspruch genommen. Aber wenn’s dann geschafft ist … 😉
    Die Geschichte zum Foto oben ist ja wunderschön!! Ich kann mir allzu gut vorstellen, wie goldig der Moment gewesen sein muss. 1,5 Std., dass ist schon richtig gut! 😀
    Selbstportraits zu machen war für mich auch immer wieder ein guter Kompromiss, gerade zum Üben und Experimentieren war es genau richtig. Man muss nichts erklären, kann einfach loslegen und sich die Zeit nehmen, die man möchte/braucht. Na, dann freue ich mich auf deine neualte Frisur bei deinem nächsten Selbstportrait! 🙂

    Ganz liebe Grüße,
    Anette

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