The girl in the trees

Da ich heute Abend zu müde war, um wie geplant auf ein oder sogar zwei Ausstellungseröffnungen zu gehen, aber auch keine rechte Lust habe, das Wochenende vor dem Fernseher einzuläuten, habe ich vorhin beschlossen, mir noch einmal die Bilder vorzunehmen, die ich eigentlich am Montag teilen wollte bevor mir das bunte Herbstblatt dazwischen gekommen sind. Es handelt sich dabei um ein paar Doppelbelichtungsexperimente, die ich im letzten Winter mit der Fuji gemacht habe. Da es sich um Hochformate handelt, wusste ich lange Zeit nicht so recht, was ich mit ihnen machen wollte, denn ein einzelnes Bild macht sich immer so schlecht im Layout. Eigentlich wollte ich ein Bilderpaar, das aus einer einfachen und einer doppelten Belichtung besteht, doch so recht funktioniert das leider nicht, weil die Fuji für die Doppelbelichtungen immer ein anderes Bildformat verwendet (16:9 statt 3:2) und ich nicht an den Aufnahmen herum schnippeln wollte, um es passend zu machen. Daher gibt es stattdessen einfach zwei Doppelbelichtungen, ich nenne das auch gerne gemischtes Doppel.

Doppelbelichtung von Bäumen und weiblicher Statue Doppelbelichtung von Bäumen und weiblicher Statue

Was die Kamera selbst betrifft, weiss ich übrigens noch immer nicht so wirklich, was ich von ihr halten soll. Sie sieht toll aus und hat auch wirklich ein paar schöne Funktionen, trotzdem habe ich sie bisher kaum benutzt und greife meistens doch lieber zu einer Spiegelreflex, digital oder analog. Ich habe schon oft darüber nachgedacht, sie einfach wieder zu verkaufen und mir vielleicht lieber irgendwann das Nachfolgemodell von meiner DSLR zu holen, aber vielleicht verdient die Kleine ja doch noch eine Chance. Irgendeinen Platz wird sie schon haben in meiner Bilderwelt, eine kleine Motivnische, in der ich mich mit ihr einfach wohl fühle. Ich weiss noch nicht, was das sein wird oder sein kann, aber vielleicht finde ich es irgendwann ja noch heraus.

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11 Replies to “The girl in the trees”

  1. Ich finde dass da äußerst spannende Aufnahmen entstanden sind. Vor allem das zweite Bild finde ich hoch interessant. Gib ihr noch ne Chance 🙂
    GlG, Eleni

  2. Das freut mich, Eleni. Das zweite mag ich auch am liebsten, es ist eigentlich der erste Versuch. Mit ist gestern erst aufgefallen, dass man darin sogar den Schnee auf den Zweigen sehen kann. Ich denke, ich werd es mit der Fuji nochmal versuchen 🙂

    Liebe Grüsse zurück,
    Viola

  3. die ergebnisse sind grandios. ich dachte erst, das wären installationen auf einer ausstellung gewesen. dass du sie selbst so hingebracht hast, verdient ein riesen-WOW. doppelbelichtungen faszinieren mich aus künstlerischer sicht total, bei mir werden sie aber nie wirklich was.

    ob du mit der fuji noch warm wirst, wird sich zeigen. gib ihr ein wenig zeit. manche beziehungen müssen langsam wachsen. aber wenn du dich wirklich nicht so wohl fühlst mit ihr, dann verkauf sie lieber. mir gehts so mit meinem makro. ich hab anfangs das 60mm gekauft, weil ich es empfohlen bekommen hab. das wurmt mich die ganze zeit, weil ich wohl mit einem 100mm wesentlich glücklicher wäre. ich kann mich aber nicht recht aufraffen, es zu verkaufen und mir das neue zu besorgen, hmmm…

    1. Dankeschön 🙂 Ich liebe Doppelbelichtungen ja total, finde allerdings auch, dass die analogen einfach besser aussehen und irgendwie auch einfacher sind. Digital sind beide Bilder ja so halbtransparent, da muss man schon ganz schön überlegen, welche Motive man zusammenlegt. Ich werd wohl noch ein bisschen rumprobieren.
      Du kommst mit dem Makro nicht zurecht? Ich hab ja auch ein 60 mm und mag es eigentlich sehr gerne, hab damit schon so vieles fotografiert, von Regentropfen bis Poträt. Gut, für meine Tropfenbilder hätte ich zusätzlich eigentlich gerne noch ein 80 mm oder vielleicht auch 100 mm Objektiv, bin aber irgendwie zu geizig dafür, zumal ich eh schon so viele Objektive habe. Wobei, irgendwas fehlt einem ja doch immer 😉

      1. ich muss sagen, dass ich es analog noch nie probiert habe. steht auch definitiv auf der liste, die praktica wäre ja prädestiniert dafür, die ist richtig einfach in der bedienung. aber ich war schon sooo lang nicht mehr mit film unterwegs, in der contax liegt seit fast einem jahr ein film der darauf wartet, belichtet zu werden. da ich aber schon wieder nicht weiß, wie man die hübsche bedient und erst wieder nachlesen müsste, liegt sie im kasten 🙁 mit der halbtransparenz hab ich da ähnliche schwierigkeiten – ich weiß einfach nie, was da rauskommt und kann das so schwer einschätzen..

        naja, nicht zurechtkommen ist übertrieben. aber oft hätte cih einfach gern ein makro, mit dem ich nicht so weit ran muss. und mehr als eins brauche ich halt wirklich nicht.

        1. Das ist ja witzig – ich hätte gerne ein Makro mit grösserer Brennweite, damit ich noch viel näher ran kann 🙂 Für den anderen Fall hab ich ein Telemakro mit 55-250 mm.

  4. Sehr cool!
    Also ich hab gelegentlich wenn ich einer guten Freundin fotografisch unter die Arme greife ihre Fuji X20 in der Hand. Und ich bin doch sehr angetan von der kleinen. Aber das ich eben immer auch geschmacksache und warscheinlich bin ich auch nicht ganz unvoreingenommen da ich ja analog viel mit meiner Fujica umwerke. Eine Chance hat sie auf alle Fälle verdient bei solchen Ergebnissen.
    Alles liebe Peter

    1. Danke, Peter! Ich hatte ja ganz vergessen, dass Du quasi ein analoger Fuji-Boy bist 😉 Ich würde sagen, meine Kamera ist so ein Zwischending von der Fujica und der X20 – der Sucher ist ein Rangefinder, dafür kann man die Belichtungszeiten wie bei ner analogen per Rädchen oben rechts auswählen und auch die Blende wird am Objektiv eingestellt. Ich hab in Sachen Doppelbelichtung auf jeden Fall ein paar Ideen und werd bei Gelegenheit noch ein bisschen experimentieren. Aber zuerst ist noch die Hassi dran 🙂
      Liebe Grüsse,
      Viola

  5. Gut gemacht, meiner Meinung nach ist das zweite Bild super! Ich mag Fotos mit etwas unrealistisch, Fotos die Fragen stellen, Fotos die etwas zufällig enthalten. Doppelt Belichtungen habe ich sehr wenig gemacht, und sehr selten waren sie interessanten 🙁 vielleicht soll ich ein mehr versuchen …
    robert

    1. Vielen Dank, Robert! Freut mich, dass es Dir gefällt. Ich liebe Doppelbelichtungen, auch wenn man nicht immer weiss, ob etwas Gutes dabei herauskommt. Du fotografierst doch auch analog, da solltest Du es auf jeden Fall noch mal versuchen. Man kann damit so viel machen, z.B. das gleiche Motiv zweimal, etwas versetzt fotografieren oder eine Stadtszene mit einem Muster (Wolken, Blumen etc.) überlappen. Nur nicht zuviel darüber nachdenken, es soll ja auch Spass machen 🙂

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