Drawn to the light

Als ich vorhin ein wenig müde und von den ersten Anzeichen einer Erkältung benebelt über die grauen Strassen der Stadt nach Hause lief, begannen sich in meinem Gehirn bereits ein paar lose Gedankenstränge zu formen, die durchaus das Potential zu einer kleinen Geschichte zu haben schienen. Ein paar Stunden später sitze ich nun hier und versuche mich an sie zu erinnern, sie zu einem sinnvollen Ganzen zusammen zu fügen, doch so recht will mir das nicht gelingen. Ich wollte davon erzählen, wie leicht es doch manchmal scheint, wie schnell man sich daran gewöhnt, sich in den Schatten zu verstecken, weil es besser ist, als die Dunkelheit und man schon lange vergessen hat, wie es sich anfühlt, das Licht. Wenn man Glück hat, bemerkt man jedoch irgendwann, dass man viel zu viel Energie dafür aufwendet, nicht zurück zu gehen und dabei völlig übersieht, dass man stattdessen doch auch einfach mal versuchen könnte, vorwärts zu gehen. Am Anfang tappt man vielleicht noch ein wenig ziellos herum, läuft ein paar Schritte in die eine Richtung, dann wieder ein paar in eine andere und vielleicht auch wieder ein kleines Stückchen zurück, bis es sich irgendwann richtig anfühlt und man endlich weiß, wohin man gehen will. Natürlich ist es nicht immer leicht, es geht auch nicht immer alles so schnell, aber es ist zumindest ein Anfang. Der Beginn einer längst überfälligen und viel zu oft abgebrochenen Reise. Die Suche nach dem Licht. Das Streben nach Glück.

Abstraktes Bild von Lichtbrechung durch strukturiertes Glas

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9 Replies to “Drawn to the light”

  1. Grandioses Bild. Leuchtet aus dem Rechner raus!!! 😉
    Und sehr schöner Text. Kenn ich gut, so ein Hin und Her Getrippel. Hmm … vielleicht braucht man einfach eine Weile, bis man genug Energie hat, nach vorne zu gehen. Oder bis man entschieden hat, welche Richtung man überhaupt einschlagen kann und will. Und dann bemerkt man das vage Licht da vorne irgendwo, zu dem man gehen könnte. Aber stimmt schon, manchmal taumelt man zu lange an der Stelle, weil man woanders hin will als dahin, wo man her kommt, irgendwie hat man aber den Faden verloren und muss ihn neu suchen. Kompliziert. 😉 Aber manchmal ist es gut, sich zu erinnern, dass man ja eigentlich nach vorne wollte … danke für die Gedankenanregung!

    1. Vielen Dank und sehr gern geschehen 🙂 Ja, es ist manchmal echt kompliziert, aber solange man sich erinnert (oder erinnert wird), ist alles gut.

  2. <3 pass auf dich auf.

  3. Licht ist Energie…Dunkelheit ist Mysterium…ich brauche beiden…ein bisschen Licht. ein bische Mysterium…
    robert

    1. Licht und Dunkelheit im Gleichgewicht, eine gute Mischung aus beidem, das ist am besten.

  4. Sometimes the light is it’s own reward 🙂
    Though possibly not directly related to the topic it’s the best I could come up with 😉

    1. Yes, I think it really is 🙂 Sometimes there’s just nothing but the light and that’s totally fine.

      1. I find kinda essential 😉

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