An analog stroll through the garden

Wie bei jedem Besuch in der Heimat kam auch dieses Mal wieder der Tag an dem es hieß, von Familie, Freunden und Hund Felix Abschied zu nehmen und die lange Reise rheinwärts anzutreten. Ich muss allerdings auch zugeben, dass ich nach einer Woche im Gästezimmer meiner Eltern eigentlich auch immer ganz froh bin, endlich wieder in meine eigenen vier Wänden zurück zu kehren, all meinen Kram um mich zu haben und auch einfach mal wieder allein sein zu können. Da ich auf meiner Heimreise dieses Mal noch einen kleinen Zwischenstop eingelegt hatte, um einen alten Freund zu treffen, und der Zugverkehr hier in der Ecke aufgrund eines Stellwerkbrandes in Mühlheim derzeit etwas eingeschränkt ist, war ich am Sonntag relativ spät zuhause und musste mich am Montag Abend erstmal ein bisschen von den Strapazen der Reise und dem ersten Tag zurück im Büro erholen. Am Dienstag habe ich dann aber beschlossen, mich um die Entwicklung der im Urlaub voll geknipsten Filmrollen zu kümmern. Leider habe ich noch immer große Probleme damit, den Film auf die Spule zu bekommen, das dauert im Grunde länger als das eigentliche Entwickeln und ist wirklich ziemlich frustrierend. Trotzdem habe ich immerhin schon 3 von den mitgebrachten 5 Rollen geschafft und gestern Abend alle Bilder eingescannt. Und so kann ich euch heute anstelle der schon angekündigten alternativen Doppelbelichtungen mit Quitte erstmal wieder etwas analoges im Mittelformat zeigen.

Da ich letzte Woche keine größeren Ausflüge gemacht habe und noch nicht einmal am Meer war, sind alle Aufnahmen am Stadtrand, in der Nähe meines Elternhauses entstanden. Die Bilder von heute stammen aus dem Garten von Freunden, bei denen wir spontan zum Kaffee vorbei geschaut haben, um dann doch erst nach dem frisch gegrillten Abendbrot wieder nach hause zu gehen. Zwischendurch habe ich mich der Kamera einfach mal abgeseilt und muss sagen, dass ich echt erstaunt war, wie schön die Farben dieses Mal geworden sind, immerhin war der verwendete Film bereits seit fast 5 Jahren abgelaufen.

Kleiner Baum vor roter Ziegelwand Weißer Topf mit Kakteen auf Steinboden
Bunte Begonien auf einem Korbregal Weinranke an roter Ziegelwand
Kleine weiße Stockrose vor Mauer Kleine Gruppe von Herbstzeitlosen im Schatten
Lilafarbene Blumen am Gartenboden Hohe weißblühende Blumen am Gartenzaun
Zaunblumen im Gegenlicht Pflanzen am Gartenzaun

Für alle Interessierten, hier noch kurz die technischen Details: Hasselblad 500 EL mit Zeiss Planar 80 mm f/2.8, Fujicolor Superia 100 (abgelaufen 2010-12), selber entwickelt mit Tetenal C41 Negativ-Kit Rapid im Jobo Tank bei ca. 38°C.

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10 Replies to “An analog stroll through the garden”

  1. wow, ich kann kaum glauben, dass die bilder 1. analog und 2. unbearbeitet sind. die farben sind der absolute hammer!

    1. Doch, doch, sind sie, ich schwör’s 🙂 Der Film und ich haben ziemlich viel Zeit unter der Bettdecke verbracht, bis ich ihn endlich dazu überzeugen konnte, sich mit der Spule anzufreunden. An der analogen Fotografie mag ich ja u.a. das ich eben nix gross nachbearbeiten muss, nur fix scannen und ins exakte Format schneiden. Zwei Rollen belichtete Filme hab ich noch rumstehen, die nehme ich mir vielleicht heute abend noch vor 🙂

      1. Na dann bin ich gespannt! Ich warte ja auch endlich mal wieder auf ein paar analog entwickelte Bilder und ich bin gespannt wie ein pfitschipfeil!

        1. Ich auch. Das Warten auf die entwickelten Bilder ist auch immer irgendwie schön. Meine hängen jetzt zum Trocknen auf der Leine, morgen wird gescannt. Yay!

  2. Cool, sind toll geworden! Ja ist gar nicht so einfach zwei Filme auf eine Spule zu bekommen,. Ich hab mich im Sommer maßlos geärgert weil die Filme bei der Hitze dann irgendwie nicht mehr gescheit auf die Spule geflutscht sind. 5 Jahre abgelaufen ist bei guter Lagerung überhaupt kein Problem, hab die Erfahrung gemacht je weniger asa desdo „haltbarer“. LG Peter

    1. Danke, Peter! Ich wollte ja garnicht 2 Filme auf eine Spule fädeln, einer alle macht schon genug Scherereien. Wenn es sehr warm ist, was sich unter der Bettdecke nicht vermeiden lässt, ist es echt die Hölle. Und das mit einen Rollfilm, trau mich noch garnicht an nen Kleinbildfilm ran. Meine Spulen ziehen den Film auch nicht rein, muss ihn quasi komplett mit der Hand draufschieben. Da ist irgendwas faul.
      Bei mir liegen die Filme einfach irgendwo im Schrank rum, dafür kaufe ich meist nur welche mit wenig ASA, das passt dann schon irgendwie 🙂
      Liebe Grüsse zurück,
      Viola

      1. Ich kann dich beruhigen die Kleinbild gehen viel leicher rauf. Also keine Sorge…ein Wechselsack wär warscheinlich nicht schlecht, ich wunder mich sowie so wie du das unter der Bettdecke ohne Fehlbelichtung hinbekommst… nicht schlecht . Frohes werken 😉

        1. Na dann ist ja gut. Wechselsack wollte ich erst kaufen, wenn ich weiss, dass ich wirklich noch viel selbst entwickle. Ich gab ne echt grosse Bettdecke und Verdunklungsrollos, das passt schon 😉

  3. Wow, was für coole Bilder. Und auch ich bin verwundert, wie du das ohne fehlbelichtung hinbekommst. Die Bilder sind wundervoll.

    1. Vielen Dank, Jürgen! Freut mich wirklich sehr, dass sie Dir gefallen. Der Trick ist eine große Bettdecke und ein ohnehin schon recht dunkles Zimmer. Irgendwann hab ich vielleicht auch ne Dunkelkammer, dann wird es etwas bequemer 🙂

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