Banalitäten in rot-weiss

Ausnahmsweise mal wieder ein deutscher Titel für einen kleinen Beitrag, den ich gerne schnell noch fertig zu schreiben würde, bevor sich meine Mutter und der Hund zu mir ins Wohnzimmer gesellen. Ok, das hat natürlich nicht geklappt, aber das macht ja nichts, denn das heutige Fernsehprogramm erfordert nur ein Minimum an Aufmerksamkeit, lenkt mich dafür aber auch kaum ab. Es gibt heute ein weiteres eigentlich recht banales Bilderpaar, das sich in meinem Archiv gefunden hat und irgendwann mal beim Schlendern durch die Nachbarschaft entstanden ist, weil mir etwas rotes einfach immer auffällt, auch wenn es nur eine leere Zigarettenschachtel ist. Vielleicht schwingt auch noch ein kleiner Hauch an Nostalgie dabei mit, denn auch wenn ich schon seit fast 17 Jahren nicht mehr rauche, erinnere mich noch immer daran, dass Malboro damals meine Lieblingsmarke war. Zuerst die normalen, dann lange Zeit die Medium und am Ende meistens die Light, weil ich da viel zu viel gequalmt habe und es selbst schon ein wenig leid war. Heutzutage würde mich vermutlich auch der wirklich unverschämt hohe Preis noch zusätzlich abschrecken und ich habe es wirklich niemals bereut, dieses Laster damals aufgegeben zu haben. Ich muß gerade daran denken, dass letztes Jahr mal eine alte Bekannte nach einem Blick auf meine Flickr-Seite zu mir sagte, sie würde wohl nie auf die Idee kommen, einen Zigarettenstummel zu fotografieren. Auf so eine Idee komme ich ja auch vorher nicht, aber manchmal sehe ich halt solche Dinge auf der Straße und muß einfach ein Foto davon machen. Ich nenne das gerne Sehübungen und wundere mich manchmal selbst, was ich dabei so alles entdecke.

Rot-weiße Zigarettenschachtel auf Trafokasten
Leere Marlboroschachtel auf Fensterbrett

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4 Replies to “Banalitäten in rot-weiss”

  1. ich kann das gut nachvollziehen und finde diese sehübungen auch sehr sinnvoll, vor allem ist es doch immer wieder überraschend, welche hübschen serien dann letztendlich dabei rausschauen. gut dass du den blödsinn aufgegeben hast. ich hab ja eigentlich nie wirklich verstanden, wieso jemand damit überhaupt erst anfängt 🙂 und das in der rauchermetropole österreich…

    1. Naja, Gründe für’s anfangen gibt es ja verschiedene, die meisten sind wohl eher albern. Im Gegensatz dazu gibt es für’s aufhören wirklich gute Argumente. Bei mir war es damals der Wunsch nach einer eigenen Wohnung, den ich nur wahr werden lassen konnte, indem ich mein Geld nicht mehr für Kippen rausschmeiße 🙂 Und sogar mein Papa hat vor etwa 8 Jahren, mit Mitte 60, noch aufgehört, fand ich auch super.

  2. Also ich denke den einen oder anderen „Tschick“ Stummel hab ich auch schon fotografiert 😉 . Die banalsten Sachen spannend abzulichten find ich einfach super ! LG Peter

    1. Hehe, mir fallen so spontan auch mindestens 4 Bilder ein, die ich gemacht. Im Grunde ist halt alles, was man so findet, ein potentielles Fotomotiv. So bleibt jeder Spaziergang spannend 🙂
      Liebe Grüsse zurück,
      Viola

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