Memories of music

Langsam wird es Ernst in Sachen Umzug und da ich den Kopf zur Zeit ohnehin nicht für andere Dinge frei bekomme, habe ich schon mal damit angefangen, alle Bilder von den Wänden zu nehmen und die von Schrauben und Nägeln hinterlassenen Löcher zu verspachteln. Eigentlich hätte ich das gar nicht machen brauchen, aber es waren doch so einige und ich möchte die Großzügigkeit meines jetzigen Vermieters nicht zu sehr ausnutzen, er ist mir wirklich schon genug entgegen gekommen. Ein bißchen Möbelrücken habe ich auch schon gespielt, damit ich nächste Woche, wenn ich langsam und gemütlich mit dem Packen anfange, etwas Platz habe die ersten Kartons zu stapeln, ohne das gleich die ganze Wohnung im Chaos versinkt. Theoretisch hätte ich auch schon früher umziehen können, ich habe die Schlüssel für die neue Wohnung ja bereits und brauche erfahrungsgemäß auch nicht lange zum einzupacken, aber ich bin an diesem Wochenende noch einmal unterwegs und wollte es mir nicht unnötig stressig machen. Es geht dieses Mal nach Berlin, denn dort geben die Cowboys von The BossHoss am Sonntag endlich mal wieder ein Konzert. Die Karten habe ich bereits vor Monaten gekauft und auch wenn ich gerade ein wenig unschlüssig bin, ob ich wirklich große Lust habe, schon bald wieder so lange im Zug zu sitzen, freue ich mich trotzdem darauf, schließlich sehe ich dort endlich wieder meine liebe Freundin Consuela von Heldin des Alltags und das fast genau 4 Jahre nach unserem allerersten Treffen, am gleichen Ort, zum gleichen Anlass.

Passend dazu habe ich neulich im Archiv ein paar Bilder entdeckt, die im Oktober 2013 als Entwürfe für das damalige ABC-Projekt entstanden sind, lustigerweise nur ein paar Tage vor meiner Abreise zu einem weiteren BossHoss-Konzert in Berlin. Die Detailaufnahme der Bassgitarre war ursprünglich für den Buchstaben R gedacht und sollte für Rock’n’Roll stehen, abends auf dem Weg nach hause entdeckte ich dann aber ein cooleres Motiv, das letztendlich das Rennen machte. Das zweite Bild mit dem Plattenspieler habe ich ein paar Tage später für den Buchstaben V (für Vinyl) gemacht, damit ich etwas in der Hinterhand habe, falls es mit meiner eigentlichen Idee nicht geklappt. Da es für das Projekt dann aber doch mein Selbstporträt wurde (V für Viola), blieb das Bild bis heute liegen. Man kann halt auch nicht immer alles zeigen, was man so im Laufe der Zeit zusammenknipst. Am Wochenende werde ich wohl nur mit sehr kleinem Fotogepäck reisen, da ich wenig Zeit für die Stadt habe und man in die Konzerthalle ohnehin keine vernünftige Kamera mitnehmen darf. Das ist aber nicht so schlimm, wir sind ja schließlich wegen der Jungs dort. Und natürlich auch wegen der Musik.

Detailaufnahme einer Bassgitarre
Detailaufnahme eines Plattenspielers

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2 Kommentare

  1. mag ich beide sehr gern!

    1. Das freut mich 🙂

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