In the fraction of a moment

Es regnet, draußen in der Nacht. Vorhin konnte ich noch hören, wie die schweren Tropfen auf die Überdachung und das Geländer meines Balkons prasselten, doch nun sitze ich in der Stille meines Arbeitszimmer unter der zerknautschten Papierlampe und suche in den Tiefen meines Archives nach etwas Buntem, das einen Kontrast zu meinem letzten Beitrag sein soll. Stattdessen finde ich ein paar abstrakte Regentropfenbilder in schwarz/weiß, die mir für heute zu düster sind, sowie ein paar Glasblumen und Wolkengebilde, die mir aber dann doch ein klein wenig zu bunt sind. Währenddessen verrinnt die Zeit und ich nähere mich langsam dem Punkt, an dem ich mich frage, ob ich das mit dem bloggen heute nicht einfach lassen sollte, noch ein paar stille Tage sind doch auch nicht so schlimm und ich hab eh schon wieder vergessen, wann ich das letzte Mal etwas gepostet habe.

Das Verrückte an der ganzen Sache ist, dass es ja trotzdem Dinge gibt, die in meinem Leben passieren, aber vieles davon eben noch nicht wirklich fertig ist, um es schon spruchreif zu machen. Vielleicht habe ich zur Zeit auch einfach nur viel mehr Zweifel als sonst und zögere, weil ich mich frage, ob es auch wirklich gut so ist oder vielleicht doch noch besser gemacht werden könnte. Und dann ist es auch so, dass ich mir für besondere, neue Dinge, die ich früher vor lauter Freude und Aufregung vermutlich noch am gleichen Tag gepostet habe, heute einfach mehr Zeit nehme und sie langsam reifen lasse, während ich mir überlege, was ich mit ihnen machen möchte. Eine dieser Sachen ist eine neue Serie von abstrakten Bildern, die ich neulich im Garten meiner Eltern fotografiert habe. Im Grunde geht es dabei einfach nur darum, mit Hilfe von Bewegung und Unschärfe ein paar schöne Bilder mit verschiedenen Farbnuancen und Strukturen zu erschaffen. In welche Richtung das genau geht und wie die ersten Entwürfe aussehen, werde ich wohl in ein paar Tagen im Blog meiner Internetseite zeigen, zumindest habe ich das so geplant. Natürlich kommt es bei solchen Experimenten auch mal vor, dass nicht alles den eigenen Vorstellungen entspricht, manche Ideen nicht funktionieren oder auch einfach nur nicht zum Rest passen. Die zwei Bilder des heutigen Beitrags sind solche Ausreißer und ich finde, sie sehen ein bißchen wie bunter Regen aus.

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Ansonsten beschäftige ich mich zur Zeit wieder ein mal mit der wichtigen Frage, welche Bestandteile meiner Fotoausrüstung ich für eine in Kürze bevorstehende Reise einpacken soll. Es geht nach Bulgarien, in die Heimat meiner Mutter, und ich möchte die Gelegenheit natürlich für ein kleines Fotoprojekt nutzen. Eigentlich würde ich gerne auch analog fotografieren, aber ohne meine DSLR möchte ich nicht verreisen und mit zwei Kameras in der Tasche wird es halt schon schnell schwer. Außerdem weiß ich aus Erfahrung, dass ich meist doch lieber zur digitalen Kamera greife, wenn ich die Wahl habe, die analoge dann halt einfach komplett auf der Strecke bleibt oder eher halbherzig genutzt wird. Aktuell tendiere ich dazu, nur meine digitale Spiegelreflex mitzunehmen und zusätzlich zum 35 mm Standardobjektiv noch das 50 mm Pentaconobjektiv, das an der Praktica MTL50 dran war, einzupacken, damit müßte ich eigentlich gut klar kommen. Bleibt nur zu hoffen, dass ich auch die Motive finde, die mir so in etwa vorschweben, aber das weiß man meist eh erst hinterher.

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