Auf den Strassen von Burgas

Ich bin nun schon seit 2 Tagen wieder zurück aus Bulgarien, wo ich zusammen mit meinen Eltern 1 Woche in Burgas, der Heimatstadt meiner Mutter, verbracht habe. Es war mein erster Besuch seit 23 Jahren und der zweite seit dem Schlaganfall meines Vaters vor etwa 36 Jahren. Eigentlich hatte ich schon viel früher vor, noch einmal dorthin zu reisen, aber meine Oma ist nun auch schon fast 10 Jahre tot und den Rest meiner Familie dort kenne ich im Grunde nicht wirklich, weil ich so gut wie nie dort war und auch die Sprache als Kind nicht gelernt habe. Da ich mir in diesem Jahr aber keine Gedanken darüber machen muß, wofür ich meine Urlaubstage verwende, dachte ich mir, dass es eine gute Gelegenheit wäre, auf Entdeckungsreise zu gehen, mich zumindest ein kleines bißchen mit meinen slawischen Wurzeln beschäftigen und mir von meiner Mutter ein paar alte und neue Orte zeigen zu lassen. Es war schon etwas anstrengend, so ein Urlaub mit den Eltern, und ich habe vermutlich weniger Bilder mitgebracht, als ich vorher gedacht habe, weil es meistens viel zu hell war und ich viele gute Motive nur im Vorbeifahren gesehen habe, aber ein paar neue Detailaufnahmen sind trotzdem entstanden.

Rotes Garagentor mit weißer Schrift
Alte, rostige Tür in grüner Wand
Kleiner Ahornbaum wächst auf Beton
Werbung für Zuckerwatte auf blauem Untergrund
Aus einer Holzwand wachsende Pflanze
Pflanze wächst in einer Ecke von gefliester Türschwelle
Verwitterte Holztür mit RingverschlussPflanze in grünem Top auf weißer Mauer
Tattoo-Schild an verwitterter Wand

Wie zuvor bereits angekündigt, kam auf dieser Reise an meiner DSLR nur das Standardobjektiv mit 35 mm Festbrennweite zum Einsatz; das Pentacon war zwar dabei, blieb aber meistens zuhause. Kurz vor der Abreise habe ich mir dann noch eine Fuji Instax Mini 90 Neo Classic gekauft, was sich als wirklich gute Investition herausstellte. Ich habe mich schon ein bißchen in die Instantfotografie verliebt und sie während meiner Reise gleich für ein kleines Projekt genutzt, das ich eventuell hier in Rostock fortsetzen kann/werde. Insgesamt habe ich dort 4 Filmpacks vollgeknipst, 1 Bild ist nichts geworden und 1 habe ich verschenkt, so bleiben mir noch 38 Bilder, die ich allerdings erst noch scannen muß, bevor ich sie zeigen kann. Außerdem habe ich mit meinem iPhone noch einige Panoramabilder gemacht, die ich euch auch gerne zeigen möchte. Vielleicht schon im nächsten Beitrag.

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8 Replies to “Auf den Strassen von Burgas”

  1. Hui, in Burgos hab ich dazumal zwei Tage vor der Heimreise, in einer sehr wilden Partynacht meinen Reisepass verloren. Wilde Geschichte ;). Aber schönes Land wir sind damals in gut zwei Wochen von Sofia Richtung Varna und dann zum Schuß noch die verhängnissvolle Party am Sunny beach.
    Ich mag die Instaxbilder auch voll gerne… obwohl mir die Mini fast ein bisschen zu klein sind. Coole Details! Bin schon gespannt auf die Sofortbilder!
    LG Peter

    1. Also wir sind letzte Woche kurz durch die Touristenhochburg Sonnenstrand gefahren, das war schon krass. So viele Hotels dicht an dicht, da kann ich mir die wilden Parties schon gut vorstellen 😉
      Ich habe ja schon echt lange überlegt, mir endlich mal ne Instantkamera zu holen, die die ich jetzt gekauft habe, hatte ich vor 2 Jahren auf der Photokina zum ersten Mal in der Hand. Eigentlich wären mir auch die größeren Bilder lieber gewesen, zumal sie preislich ja ähnlich liegen und die Kamera sogar billiger gewesen wäre, aber ich wollte einfach keine große Kamera rumschleppen und die Fuji Instax Wide ist schon ein arg großer Klopper. So bin ich aber ganz happy mit der Kleinen und das coolste ist, Fuji hat gerade angekündigt, demnächst auch einen Monochromen Instantfilm anzubieten. Vielleicht kriegt man den ja schon in zwei Wochen auf der Photokina in Köln 🙂

  2. mag ich wieder unglaublich gerne. deine bilder sind einfach perfekt geeignet um sie in solchen serien zu zeigen. sie haben ein sehr besonderes flair, ich mag die farben und die ausschnitte.

    1. Freut mich, dass Dir meine Mitbringsel gefallen. Du weißt ja, ich bin ein Serientäter und schau halt immer, dass es farblich auch ein bißchen passt 🙂 Da ich dieses Mal relativ wenig solcher Bilder gemacht habe, war’s etwas knifflig, aber immerhin hat’s schon mal für eine Serie gereicht, vielleicht gibt’s noch eine zweite. Zur Zeit sitze ich hier am Schreibtisch, scanne die Instantbilder und freue mich, weil ich den Look so schön finde.

      1. das kann ich gut verstehen. danke für den hinweis im aktuellen beitrag, sonst hätte ich sie glatt verpasst!

        1. Na, die Links poste ich ja auch auf Facebook und Twitter, aber da schlagen leider oft auch die Algorithmen zu und verstecken sowas. Insofern kann ea nicht schaden, noch mal darsuf hinzuweisen 🙂

  3. Eine tolle Serie, natürlich mit eingestreuten kleinen Pflanzen, bunten Farben. Alles abstrakt. Passt auch sehr gut zum Design deiner Seite. Und die Instax habe ich mir gleich mal angeschaut, vor einiger Zeit habe ich mich schonmal in dieser Richtung informiert, damals aber eine größere Kamera im Auge gehabt. Die Bildergröße ist dir nicht zu klein?
    In Bulgarien war ich bisher nicht, hört sich aber sehr spannend an. Auch wenn bei einer Reise mit den Eltern sicherlich nicht die Fotografie im Mittelpunkt steht. Solch eine Reise mit meinen Eltern zu den Wurzeln meiner Mutter hatten wir im Sommer auch geplant, sie kommt aus Bautzen, das ist an der polnischen Grenze. Was mich abschreckt, ist die lange Anfahrt, ihr seid wahrscheinlich geflogen?
    LG. Jörg
    PS: Bin übrigens jetzt mit meinem Blog umgezogen, war eine sehr … große Aufgabe. Mit vielen Überraschungen.
    Fühlst du dich in deinem neuen Zuhause noch wohl oder gab es gravierende Änderungen, gerade was die Community angeht?

    1. Vielen Dank, Jörg! Irgendwie habe ich das Gefühl, ich hätte einfach mehr Bilder machen müssen, dabei ist das eigentlich Quatsch, weil auch 5 gute Bilder schon genug sind. Es kommt ja auch noch eine zweite Serie. Und die Instant-Bilder, die mir bei dieser Reise eigentlich auch wichtiger sind. Wegen der Bildgröße habe ich auch hin und her überlegt, zumal die Fuji Instax Wide 300 sogar billiger gewesen wäre, aber ich wollte einfach keinen großen Klotz mit mir rumschleppen, weil meine DSLR ja meistens auch noch mit dabei war. Die Bilder sind etwa so groß wie eine Visitenkarte, so kann ich sie in die Boxen stecken, die ich von Moo gekauft habe. Außerdem müssen die gescannten Bilder für den Blog ja auch nicht so groß sein und knackescharf werden die auch im größeren Format nicht, da reicht mir das Miniformat.

      Urlaub mit den Eltern ist halt so eine Sache und wir haben ja auch noch bei Freunden gewohnt, aber alleine wollte ich die Reise auch nicht machen, da ich ja kein Bulgarisch spreche. Ich hab halt generell das Problem, dass ich ungern mit Begleitung fotografiere, weil ich mir dann meist nicht so viel Zeit lassen/nehmen kann und viele Menschen meinen, sie müßten mir sagen/zeigen, was ich fotografieren soll/kann. Das kann ich ja so gar nicht leiden und bin dann auch schnell genervt. Insofern war 1 Woche für mich echtes Maximum 🙂 Wir sind direkt ab Rostock geflogen, da gab es dieses Jahr eine neue, günstige Verbindung, sonst hätte ich es wohl nicht gemacht. Nach Bautzen ist es doch gar nicht so weit. Das ist so kurz hinter Dresden und bis nach Dresden bin ich ab Düsseldorf mal so 6 Stunden gefahren, also genauso lang wie nach Rostock. Kann man schon mal machen, der Mutti zuliebe 😉

      Ich war vorhin schon bei Dir auf dem Blog gucken. Optisch hat sich erstmal nicht so arg viel geändert, weil Du beim gleichen Theme geblieben bist, aber immerhin bist du jetzt die blöde Werbung unten los. Ist schon arg viel Arbeit, aber ich finde schon, dass es sich lohnt, weil man mehr Freiheiten hat. Ich bin ja kaum in der Community aktiv, mache ja schon seit Jahren keine Projekte mehr mit, hab auch schon lange nicht mehr über populäre Themen (Food, Streetart) gebloggt, lese nur wenige Blogs und bin mit der Handvoll Leuten, mit denen ich so den größten Austausch im Laufe der Jahre hatte, inzwischen auch schon woanders verknüpft. Dadurch, dass ich direkt auf dem Blog keinen Like-Button mehr habe, gibt’s logischerweise auch weniger Likes und vermutlich werden meine Beiträge auch nicht immer allen angezeigt, aber das juckt mich nicht mehr. Wenn’s halt nur 10-20 Leute lesen, weil es sie interessiert, ist das auch ok. Mir ist es wichtiger, dass ich überhaupt etwas mache und diese Sachen rausgehen anstatt bei mir auf der Festplatte zu verstauben; wenn dann ab und zu etwas zurückkommt, ist das quasi ein Bonus 🙂

      Liebe Grüße zurück,
      Viola

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