Vor den Toren der Stadt: Meden Rudnik

Nach etwas mehr als einer Woche wird es nun langsam wieder Zeit für ein paar neue Bilder von meiner Bulgarienreise und weil der letzte Beitrag an einem offenbar verfluchten Montag mal wieder vom WordPress Reader gefressen wurde, habe ich sicherheitshalber mal noch einen weiteren Tag gewartet. Ehrlich gesagt war ich gestern Abend einfach nur zu müde zum bloggen und habe dann doch lieber noch ein paar Folgen der gerade von mir neu entdeckten Serie „Preacher“ geschaut. Da ich heute ohnehin den ganzen Tag vor dem Rechner verbringe, zwischen meinen verschiedenen Seiten und Profilen umher springe und beim Erstellen eines Rechnungsformulars beinahe die Nerven verloren habe, dachte ich mir, so ein paar Urlaubserinnerungen könnten vielleicht nicht schaden.

Diese Serie ist mir wohl die liebste und im Grunde die einzige, die vorher schon geplant war, auch wenn ich den Ort, an dem sie entstanden sind, vorher noch nie besucht oder auf Bildern gesehen habe. Da meine Oma, die früher in der Innenstadt von Burgas gewohnt hat, inzwischen nun schon fast 10 Jahre tot ist, wohnen meine Eltern bei ihren Besuchen immer bei Freunden in Meden Rudnik, dem mit fast 60,000 Einwohnern größten Stadtbezirk von Burgas. Man könnte es fast mit den Plattenbausiedlungen in Rostock vergleichen, nur ist es eben sehr viel größer und die Häuser sind, mit einigen wenigen Ausnahmen, in einem deutlich schlechteren Bauzustand. Interessanterweise konnte ich trotzdem ein paar Parallelen entdecken, denn wie hier auch, befinden sich am Rande der Siedlung noch ein paar alte Häuser, kleine Gärten und Kühe auf der Weide, außerdem ist man überraschend schnell am Wasser, da Meden Rudnik quasi zwischen dem Burgas- und dem Mandrasee liegt. An manchen Stellen ist es schon ein bißchen arg schmuddelig und heruntergekommen, an anderen überrascht es aber durch ordentlich sanierte Straßen, moderne Busse, Haltestellen und Fussgängerbrücken. Aber wenn man bedenkt, wie es in einigen Teilen Rostock’s noch vor 20 Jahren ausgesehen hat, braucht es vielleicht auch nur noch etwas Zeit. Und vermutlich hätte es auch noch ein bißchen hübscher und freundlicher ausgesehen, wenn durch die seit Monaten andauernde Hitze nicht schon so viel verbrannt und vertrocknet wäre. Es ist auf jeden Fall ein interessanter Ort, der förmlich danach schrie, in analogen Bildern festgehalten zu werden.


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Abschließend wollte ich noch einen kurzen Kommentar zur Fuji Instax Mini 90 loswerden. Nachdem ich ja letzte Woche wieder einmal auf der Photokina in Köln war, wo ja immer die neuesten Produkte und Errungenschaften aus der Welt der Fotografie präsentiert werden, bin ich nach wie vor sehr zufrieden mit meiner Entscheidung, diese kleine Kamera zu kaufen, auch wenn sie schon seit 2 Jahren auf dem Markt ist. Natürlich sind die Bilder ziemlich klein, aber wenn man größere Bilder möchte, muß man zwangsläufig auch eine sehr viel größere Kamera mit sich herum schleppen und darauf habe ich einfach keine Lust. Als Alternative hatte ich daher zunächst eher an eine Lomo’Instant gedacht, die es demnächst auch als sogenannter ‚Automat‘ geben wird, aber die Kameras fühlen sich im Vergleich zur Fuji einfach wie billiges Spielzeug an und sind auch noch ein bißchen größer. So kann ich mich als nächstes noch auf den Anfang Oktober erscheinenden monochromen Instantfilm freuen und abwarten, in was für eine Kamera der für 2017 angekündigte quadratische Instax-Film wohl passen wird.

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2 Replies to “Vor den Toren der Stadt: Meden Rudnik”

  1. oh diese serie ist ja wirklich ganz toll!!

    1. Dankeschön! Ich mag sie auch sehr gern und bin zufrieden mit den Ergebnissen 🙂

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