Almost in an instant

Wie ich am Ende des letzten Beitrages bereits erwähnte, habe ich letzte Woche meine kleine Kamera-Patchwork-Familie um einen Klassiker von Polaroid erweitert die Polaroid Image System/Spectra. Aus Versehen habe ich sogar nicht nur eine, sondern insgesamt 3 Kameras ersteigert, aber das ist eine andere Geschichte. Ich wollte mit dem Testen eigentlich noch auf wärmere Tage warten, da die Filme bzw. ihre Emulsionen kalte Temperaturen offenbar nicht so gerne mögen, da der Impossible Colour Filmpack, den es zu einer der Kameras gleich mit dazu gab, jedoch schon ein klein wenig abgelaufen war, wollte ich es einfach mal wagen. So nahm ich die Kamera mit auf einen Ausflug in die Stadt und auch zu meinen Eltern durfte sie mit. Da es sich um eine der älteren Emulsionen handelte, sind die Bilder ganz am Anfang sehr lichtempfindlich und müssen offenbar besonders geschützt werden, also habe ich etwas improvisiert und die Verpackung vor der Auswurf gehalten. Anschließend habe ich die Bilder in einen dunklen Beutel umgepackt und in der Jackentasche weiterentwickelt lassen, um sie vor der Kälte zu schützen. Ist etwas umständlich, vor allem im Vergleich zu Aufnahmen mit Fuji Instax Filmen, die weder Kälte noch Licht stören. Auch die Entwicklung der Bilder dauert mit den Impossible Filmen deutlich länger und man wartet schon mal 30-40 Minuten, bis man das fertige Bild sehen kann. Das Bild ist somit eigentlich nicht wirklich ’sofort‘ da, aber am Ende hält man zumindest etwas in der Hand, das man behalten oder auch noch weiterverwenden kann.






Ich denke, man sieht den Bildern durchaus an, dass sie unter etwas schwierigen Umständen (abgelaufene Emulsion, kalte Temperaturen, Lichteinfall) entstanden sind, wobei einige Bildschäden wie z.B. die an der unteren Kante des vorletzten Bildes eigentlich sogar sehr cool und durchaus gern gesehen sind. Etwas mehr Schwierigkeiten habe ich ehrlich gesagt eher mit dem Gelbstich der Bilder, auch wenn dieser eigentlich keine große Überraschung sein sollte und mir von den VSCO Polaroid Presets bereits vertraut ist. Es ist vermutlich nur eine Frage der Gewöhnung, also mal abwarten. Dafür hat mich die Kamera und ihre einfache Bedienung ziemlich begeistert. Ich habe ja schon öfter mal nach Polaroids geschaut und war mir einfach nicht sicher, welches Modell wohl das richtige wäre und habe zum Glück eine gefunden, die mir viel Funktion für wenig Geld bietet. Gleichzeitig liefert sie mir vergleichsweise große Bilder von etwa 10×10 cm mit Rahmen und etwa 7.3×9.1 cm ohne. Und durch ein kleines Missgeschick beim Bieten habe ich nun gleich 2 davon, eine sogar mit Originalverpackung und Bedienungsanleitung.

Ich muß zwar erst noch testen, ob die zweite Image System/Spectra Kamera und ihre hellblaue Schwester, eine Image System E, tatsächlich auch funktionieren, da ich aber nun erstmal ein paar fertige Bilder zu Hand habe, werde ich mit dem Nachbestellen von frischen Filmpacks wohl noch ein paar Wochen warten. Die ersten, für mich nicht ganz so bedeutsamen Testbilder werde ich in den nächsten Wochen dafür nutzen, zunächst einmal das Ablösen der Emulsion und die Übertragung auf Papier zu üben. Sobald es wieder etwas wärmer ist, geht es dann wieder raus mit der Polaroid und den neuen, nicht mehr ganz so lichtempfindlichen Farbfilmen. Ich habe da nämlich so ein paar Ideen und kann es kaum erwarten, sie umzusetzen.

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