Where we were young, continued

Ich habe im Oktober 2015 eine Serie von Bildern veröffentlicht, die ich mit meiner Hasselblad und Redscale Film in der Nähe meines Elternhauses aufgenommen und ‚Where we were young‘ genannt habe, weil sie Orte meiner Kindheit zeigte. Wenn man in einer schon etwas älteren, teilweise von der Natur umgebenen Siedlung am Stadtrand aufwächst, gibt es als Kind eigentlich immer etwas entdecken und auch heute, mit meinen nun schon fast 40 Jahren, habe ich noch immer große Freude an der wilden Schönheit der Feuchtwiesen. Wenn ich fotografisch digital unterwegs bin, konzentriere ich mich ja eher auf die kleinen Dinge und versuche mit dem Makro ganz nah an all die vielen Blumen heran zu kommen. Zur Zeit bin ich aber viel analog unterwegs, was meinen Blick ein wenig verändert und das Einfangen eines etwas größeren Ausschnittes meiner Umgebung ermöglicht. Dabei ist in den letzten Wochen bereits eine Serie mit einer Polaroidkamera entstanden (ein paar Bilder davon habe ich bereits in meinem Instagramfeed gezeigt), auf die ihr hier aber noch ein klein wenig warten müsst, weil ich sie gerne zuerst auf meiner Portfolioseite veröffentlichten möchte  und vorher noch ein paar weitere Scans machen muß. Als ich am vergangenen Freitag wieder dort an den Wiesen entlang mit dem Hund spazieren war, habe ich aber auch mal meine mit einem neuen, selbst gemachten Redscale-Film bestückte Nikon um den Hals gehängt und damit auch ein paar Bilder gemacht, die ich heute gern mit euch teilen möchte.








Zum Schluß noch kurz ein paar technische Details: Die Aufnahmen wurden mit einer Nikon FM2N und dem Nikkor 50 mm f/1.8 Objektiv gemacht. Der verwendete Film war ursprünglich ein letztes Jahr in Bulgarien gekaufter Kodak Colour 200, den ich umgedreht in eine leere Filmdose gewickelt und so in einen Redscale-Film umgewandelt habe. Dieses Mal bin ich noch etwas extremer vorgegangen und habe gleich mit ISO 25 Einstellung fotografiert, trotzdem habe ich zusätzlich noch leicht überbelichtet. Daher sind die Farbtöne des Redscale-Films im Vergleich zum rot-orangen Bereich, der in den Bildern der letzten 2 Beiträgen sehr dominant war, dieses Mal sehr stark in Richtung grün-gelb verschoben. Ist auch mal ganz interessant. Die Entwicklung erfolgte wie gewohnt mit dem Tetenal C41 Negativ-Kit Rapid im Jobo-Tank bei ca. 38°C.

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5 Kommentare

  1. Hi
    Die gelb grünen Farbtöne verpassen den Aufnahmen noch eine Extraportion Retro, das find ich passt voll super zu deinen Erinnerungen. So sehn die Aufnahmen ja fast wie originale aus den 80igern aus ;-).

    1. Na das freut mich ja zu hören und die 80er sind ja auch genau die Zeit, an die ich dachte. Seltsamerweise haben wir aber fast nur Schwarzweiß-Fotos von damals. Zum Glück hat sich die Gegend in den letzten 30 Jahren kaum verändert 🙂

      1. Schwarz/weiss in den 80igern, fast schon ungewöhnlich,… zumindest für mich, obwohl der Fernseher war bei uns damals auch S/W 😉 . Na meine Eltern waren begeisterte Dia Knipser, mit Projektor und allem was dazugehörte…

        1. Ich hab gerade noch mal in meine kleine Fotokiste geschaut und da sind tatsächlich kaum bunte Bilder drin. Aber meine Familie hat auch nicht viel fotografiert und ich mag die alten S/W eh viel lieber. Ach Gott, Diafilm – da sagste was. Ich hab hier noch 1 oder Rollen liegen, die muss ich unbedingt noch voll knipsen, damit ich sie crossen kann, bevor meine Fotochemie abgelaufen ist 🙂 Ich glaube, wir hatten auch einen Projektor, aber was aus den ganzen Dias geworden ist, weiß ich gar nicht. Muss wohl noch mal bei meinen Eltern stöbern gehen.

          1. Bis zu meinem 12 Lebenjahr gibts nur Dias, danach wurden die Negativfilme und die Ausarbeitung billiger und meine Eltern sind dann umgestiegen…. aber bei meinem Vater lagern immer noch ordentlich katalogisiert über 200 Diaboxen 🙂

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