Unterwegs auf verwunschenen Pfaden

Gerade stelle ich fest, dass nun schon wieder mehr als 2 Wochen seit dem letzten Beitrag vergangenen sind und auch wenn ich, mal wieder, recht entschlossen am Computer sitze, fällt es mir doch ein wenig schwer, mich zu erinnern, welche Bilder ich als nächstes zeigen wollte. Da ich heute auch gar nicht so viel Zeit habe, müssen die Polaroids leider wieder warten, da es inzwischen schon zu viele Bilder, um auf die Schnelle eine kleine Serie zusammenzustellen. Das hebe ich mir doch besser für einen anderen Tag auf. Beim Stöbern durch meinen Lightroom-Katalog bleibe ich kurz an ein paar neuen, digitalen Bildern hängen, die ich vor 2 Tagen im Garten meiner Eltern gemacht habe, aber so ganz überzeugen sie mich heute noch nicht. Ich gehe also noch weiter zurück und lande letztendlich wieder bei den analogen Bildern auf Redscale Film und einer kleinen Serie, die ich schon wieder völlig vergessen hatte.

Erst nachdem ich mich entschieden habe, diese Bilder für den heutigen Beitrag zu verwenden, fällt mir auf, dass sie vor ziemlich genau einem Monat aufgenommen wurden, nämlich am 19. Juni. Bei analogen Bildern vergisst man sowas ja schon mal sehr schnell, aber wenn man den Film noch am gleichen Abend selbst entwickelt und am nächsten Morgen schon die Negative scannen kann, macht es das Ganze doch etwas leichter. Ich erinnere mich aber noch sehr gut an diesen Tag, denn es war der erste richtig warme Sommertag hier an der Küste, warm genug für Sandalen und einen kurzen Jumpsuit, und wir haben uns das allererste Mal mit einem Stand Up Paddle Board auf’s Wasser gewagt. Bevor es jedoch mit dem Auto an die Warnow (und später an den Baggersee) ging, fuhr ich auf dem Weg zu meinem Freund mit dem Rad durch einen kleinen Park in der Nachbarschaft und nutzte die Gelegenheit für ein paar kurze Fotostops, bei denen diese Aufnahmen entstanden.







Zum schluß nur noch schnell ein paar technische Details für die Interessierten unter euch: Die Aufnahmen wurden mit einer Nikon FM2N und dem Nikkor 50 mm f/1.8 Objektiv gemacht. Der verwendete Film war ursprünglich ein letztes Jahr in Bulgarien gekaufter Kodak Colour 200, den ich umgedreht in eine leere Filmdose gewickelt und so in einen Redscale-Film umgewandelt habe. Ich habe auch dieses Mal wieder mit ISO 25 Einstellung fotografiert, dafür aber meistens nicht noch zusätzlich überbelichtet. Die Entwicklung erfolgte wie gewohnt mit dem Tetenal C41 Negativ-Kit Rapid im Jobo-Tank bei ca. 38°C.

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3 Replies to “Unterwegs auf verwunschenen Pfaden”

  1. redscale filme an sommertagen mit voll belaubten bäumen haben immer etwas von erinnerungen, die man nur aus erzählungen kennt.

    1. Ja, die Bilder haben irgendwie immer etwas leicht sentimentales und nostalgisches, auch wenn die Fotoerinnerungen meiner Familie seltsamerweise zum größten Teil schwarz/weiß sind. Eigentlich wollte ich im Sommer noch viel mehr auf Redscale Film fotografieren, aber ich fürchte, meine Fotochemikalien sind mittlerweile abgelaufen.

      1. oh wirklich? das ist spannend. meine eltern haben beide fotoalben, in denen die bilder sehr gelbstichig sind und daher tendenziell von der wirkung richtung redscale gehen, auch wenn es damals wohl „normale“ filme waren.
        dass die chemikalien abgelaufen sind, ist schade :/

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