Of Bumble Bees and Cuddle Bugs

Am Rande des Blickfeldes, in der hintersten Ecke des Blumengartens, wächst eine wilde, stachelige Schönheit, die uns alle mindestens um ein oder zwei ihrer kleinen Köpfchen überragt. Die leichte Farblosigkeit ihres Namens zeigt sich allerhöchstens in der ersten Wachstumsphase und den Rändern der Blätter, die Blüten der Silberdistel sind allerdings in einem wunderbar zarten Lila gefärbt. Trotz des manchmal fast ein bißchen stürmischen Windes, schwankten ihre kräftigen Stengel kaum und so konnte ich mit der Kamera ein paar Aufnahmen machen. Von ihr und ihren kleinen, krabbeligen Gästen, den zahlreichen Bienen und Hummeln, die sich munter auf den Blütenkugeln tummeln und begierig Pollen sammeln.

Als es gegen Abend langsam etwas ruhiger wurde und ich noch einmal durch den Garten wanderte, auf der Suche nach den bunten Blumenwundern, die ich euch ja schon gezeigt habe, machte ich im Vorgarten eine unglaubliche Entdeckung, die mich noch immer schmunzeln läßt. Ich kniete auf dem Boden vor einer Hortensie und überlegte noch, wie ich die recht großen Blütendolden wohl am besten in einem Bild erfasse, ganz nah oder vielleicht doch lieber von etwas weiter weg in ihrer gesamten Pracht. Da entdeckte ich plötzlich etwas braun-schwarz Geflecktes in einer der Blüten, das sich bei näherer Betrachtungherausstellte als der wohl haarigste Käfer, den ich je gesehen habe. Völlig regungslos lag er da, den Kopf tief am Boden einer Blüte versunken als würde er ganz angeregt an ihr schnuppern. Schläft er vielleicht oder ist er gar in diesem blumigen Bett gestorben? Die Frage wurde mir am nächsten Tag beantwortet als er sich nämlich noch immer an derselben Stelle befand, dieses Mal jedoch aufrecht stehend, langsam die Stellung verändernd und fats ein bißchen neugierig in die Kamera schauend. So richtig scharf habe ich ihn irgendwie doch nicht erwischt, trotzdem bin ich noch immer total entzückt von dieser kleinen, haarigen Kreatur, die sogar so etwas wie einen kleinen grauen Kinnbart hatte. Falls jemand von euch weiß, was für ein kuscheliger Käfer das ist, würde ich mich über die Info freuen. So, do you know this bug?

Kuschelzeit

Am vergangenen Wochenende war ich auf einen Kurzbesuch bei Freunden in Darmstadt und hatte die Kamera eigentlich nur mitgenommen, weil ich einer Freundin versprochen habe, bei meiner nächsten Reise dorthin ein paar Bilder von der Waldspirale, eines von Friedensreich Hundertwasser entworfenen Wohnkomplexes, zu machen. Wiedergekommen bin ich dann schließlich mit fast 500 Bildern von rosa Blüten, regenbetropften Blättern, am Zugfenster vorbeirauschenden Landschaften, spielenden Kleinkindern, Gegrilltem und Gebackenem, planschenden und schwimmenden Entlein, Steinskulpturen zwischen wildwuchernden Ranken und natürlich auch mit Aufnahmen des Hundertwasserhauses. Gerade versuche ich nicht daran zu denken, dass es bereits morgen schon wieder auf die Reise geht, ich noch nicht gepackt habe und am liebsten ein paar Tage durchschlafen würde, wollte aber gerne wenigstens noch ein paar Aufnahmen aus den letzten Tagen zeigen. Passend zu der nach wie vor anhaltenden kühlen und grauen Wetterlage, die in mir das starke Bedürfnis weckt, mich ganz tief in mein Sofa zu kuscheln und vielleicht das letzte Feuerholz im Kamin zu verbrennen, gibt es daher ein paar in der Sonne dösende Entenbabies, die ich in der Gartenanlage der Waldspirale mit dem Telemakro entdeckt habe. Und auch wenn ich neulich noch ein paar bunte Bilder angekündigt hatte, habe ich mich bei dieser Bilderserie letzendlich doch wieder für eine schwarz/weisse Bearbeitung entschieden, gefiel mir irgendwie besser als die ursprünglichen Grün- und Brauntöne der Umgebung. Es sind vielleicht nicht die spannendsten Bilder, aber ich fand es so süss, wie die Kleinen da in der Gruppe miteinander gekuschelt haben. Und wie das einzelne, etwas jüngere Entlein zuerst alleine in der Sonne gedöst hat und dann plötzlich aufsprang, um sich in die ein kleines Stückchen entfernt ruhende Dreiergruppe  zu quetschen. Zusammen ist man weniger allein. Manchmal zumindest.

Ein Stückchen Heimat

Drei Monate ist es nun schon wieder her, dass ich zuletzt bei meiner Familie an der Ostsee war. Es war ein Wochenende mit wechselhaftem Wetter, überraschendem Schneefall zum Osterfeuer an einem Tag und Sonnenschein beim Strandausflug am nächsten. Ein paar Schneeflockenbilder habe ich bereits gezeigt und auch die Aufnahmen vom Feuer, aus verschiedenen Perspektiven, nur die Strandbilder haben irgendwie noch nicht ihren Weg hierher gefunden. Bearbeitet habe ich sie eigentlich schon länger und weil ich demnächst auch wieder an die Ostsee fahren werde, ist es vielleicht ein guter Zeitpunkt für die alten Bildern von Ostern, auch als kleine Einstimmung für mich. So ganz ohne viele Worte. Möwen, Meer und Strand. Heimat halt.

 

 

 

Portraits of a Dog

Sagen wir mal, ich habe es zumindest versucht. Der kleine Felix ist so ein Energiebündel, da ist es wirklich nicht leicht in so ins Bild zu bekommen, wie man es gerne hätte. Quer durch den Garten habe ich ihn mit dem Telemakro verfolgt und wenn er dann mal in Richtung Kamera geschaut hat, war er meistens zu nah dran. Ich betrachte es daher einfach als kleine Fingerübung im Fotografieren bewegter Objekte und dem Porträtieren von jemand anderem als mir selbst. Und mit Photoshop hab ich auch wieder ein bißchen herumexperiementiert, wie man sieht. Ach ja, ich hätte wirklich, wirklich gerne einen eigenen Hund, nicht nur eine Fernbeziehung mit einem, der 600 km weit weg bei meinen Eltern wohnt. Allerdings scheint mein ursprünglicher Plan B, Freund mit Hund, noch weitaus aussichtsloser zu sein. Ich guck dann mal weiter Fotos und Videos…

 

Still in den Frühling

Ich denke, man kann inzwischen tatsächlich behaupten, dass der Frühling endlich in Deutschland angekommen ist, ob nun astronomisch oder meteorologisch betrachtet, vom Gefühl her oder eben auch in Anbetracht dessen, was Tiere und Pflanzen um uns herum gerade so treiben. Es war wirklich ein wunderschöner Frühlingstag heute, das meiste davon konnte ich allerdings nur anhand von Geräuschen und den sich durch meine Jalousien hindurchdrängenden Sonnenstrahlen erahnen, denn vor Müdigkeit und Kopfschmerzen kam ich an meinem spontanen freien Tag erst gegen halb 3 aus dem Bett und auch das nur mit Mühe. Nun ja, das später Frühstück und die Tasse Kaffee haben dann doch noch ein klein wenig zu meiner Mobilisierung beigetragen, so dass ich mich gegen 5 Uhr schließlich noch mit Kamera im Rucksack und iPod auf den Ohren auf den Weg an die Erft und den Rhein gemacht habe, um den Frühling mit einem weiteren Makroobjektivtest zu begrüßen. Das allererste Foto entstand direkt vor meiner Haustür, als ich ursprünglich nur mal eben kurz ein paar Frühlingsblumen für einen Freund knipsen wollte und mir die beiden kleinen Roten auf einmal ins Auge sprangen.

Zum Schluß, mit ein klein wenig Abstand zu den ersten Bildern, möchte ich gerne noch eine Serie von Fotos zeigen, die mir eigentlich von den Aufnahmen heute noch am besten gefallen auch wenn sie nicht so wirklich frühlingshaft sind. Ich hab hin und her überlegt, ob ich nun eine Kollage mache oder die Bilder doch einzeln hintereinander einfüge, denn es sind ursprünglich nur 3 Motive im Querformat und ich daraus bastele ich nicht ganz so gerne Kollagen. Letztendlich habe ich mich dann dafür entschieden, zwei Versionen eines Motivs zu verwenden und eine 4er Serie zu erstellen. Die einzelnen Fotos werde ich einfach später oder auch gleich in meinen Flickr-Account hochladen, falls sie sich doch jemand genauer angucken möchte als das hier möglich ist. Man weiß ja schließlich nie.