Ein Stückchen Heimat

Drei Monate ist es nun schon wieder her, dass ich zuletzt bei meiner Familie an der Ostsee war. Es war ein Wochenende mit wechselhaftem Wetter, überraschendem Schneefall zum Osterfeuer an einem Tag und Sonnenschein beim Strandausflug am nächsten. Ein paar Schneeflockenbilder habe ich bereits gezeigt und auch die Aufnahmen vom Feuer, aus verschiedenen Perspektiven, nur die Strandbilder haben irgendwie noch nicht ihren Weg hierher gefunden. Bearbeitet habe ich sie eigentlich schon länger und weil ich demnächst auch wieder an die Ostsee fahren werde, ist es vielleicht ein guter Zeitpunkt für die alten Bildern von Ostern, auch als kleine Einstimmung für mich. So ganz ohne viele Worte. Möwen, Meer und Strand. Heimat halt.

 

 

 

Portraits of a Dog

Sagen wir mal, ich habe es zumindest versucht. Der kleine Felix ist so ein Energiebündel, da ist es wirklich nicht leicht in so ins Bild zu bekommen, wie man es gerne hätte. Quer durch den Garten habe ich ihn mit dem Telemakro verfolgt und wenn er dann mal in Richtung Kamera geschaut hat, war er meistens zu nah dran. Ich betrachte es daher einfach als kleine Fingerübung im Fotografieren bewegter Objekte und dem Porträtieren von jemand anderem als mir selbst. Und mit Photoshop hab ich auch wieder ein bißchen herumexperiementiert, wie man sieht. Ach ja, ich hätte wirklich, wirklich gerne einen eigenen Hund, nicht nur eine Fernbeziehung mit einem, der 600 km weit weg bei meinen Eltern wohnt. Allerdings scheint mein ursprünglicher Plan B, Freund mit Hund, noch weitaus aussichtsloser zu sein. Ich guck dann mal weiter Fotos und Videos…

 

Still in den Frühling

Ich denke, man kann inzwischen tatsächlich behaupten, dass der Frühling endlich in Deutschland angekommen ist, ob nun astronomisch oder meteorologisch betrachtet, vom Gefühl her oder eben auch in Anbetracht dessen, was Tiere und Pflanzen um uns herum gerade so treiben. Es war wirklich ein wunderschöner Frühlingstag heute, das meiste davon konnte ich allerdings nur anhand von Geräuschen und den sich durch meine Jalousien hindurchdrängenden Sonnenstrahlen erahnen, denn vor Müdigkeit und Kopfschmerzen kam ich an meinem spontanen freien Tag erst gegen halb 3 aus dem Bett und auch das nur mit Mühe. Nun ja, das später Frühstück und die Tasse Kaffee haben dann doch noch ein klein wenig zu meiner Mobilisierung beigetragen, so dass ich mich gegen 5 Uhr schließlich noch mit Kamera im Rucksack und iPod auf den Ohren auf den Weg an die Erft und den Rhein gemacht habe, um den Frühling mit einem weiteren Makroobjektivtest zu begrüßen. Das allererste Foto entstand direkt vor meiner Haustür, als ich ursprünglich nur mal eben kurz ein paar Frühlingsblumen für einen Freund knipsen wollte und mir die beiden kleinen Roten auf einmal ins Auge sprangen.

Zum Schluß, mit ein klein wenig Abstand zu den ersten Bildern, möchte ich gerne noch eine Serie von Fotos zeigen, die mir eigentlich von den Aufnahmen heute noch am besten gefallen auch wenn sie nicht so wirklich frühlingshaft sind. Ich hab hin und her überlegt, ob ich nun eine Kollage mache oder die Bilder doch einzeln hintereinander einfüge, denn es sind ursprünglich nur 3 Motive im Querformat und ich daraus bastele ich nicht ganz so gerne Kollagen. Letztendlich habe ich mich dann dafür entschieden, zwei Versionen eines Motivs zu verwenden und eine 4er Serie zu erstellen. Die einzelnen Fotos werde ich einfach später oder auch gleich in meinen Flickr-Account hochladen, falls sie sich doch jemand genauer angucken möchte als das hier möglich ist. Man weiß ja schließlich nie.

See you again in Dubai – Day 5

Heute nur mal eben was auf die Schnelle, was ziemlich einfach ist in Anbetracht der Tatsache, dass ich den 5. Tag meiner Reise hauptsächlich auf der Terrasse mit dem Schreiben von Postkarten verbracht habe, nachdem ich recht spät aus dem Bett gekommen bin und das wachschwimmen im Pool auch nicht so wirklich helfen wollte. Am späten Nachmittag war ich dann mal wieder zum Fotografieren auf dem Dach des Hauses, bin aber nicht wirklich begeistert von den Bildern und als dann später ein wunderbar gelb leuchtender Vollmond am Himmel auftauchte und ich trotz Tele kein einziges brauchbares Foto hinbekommen habe, spielte ich mit dem Gedanken, diesen Tag hier einfach mal unter den Teppich zu kehren. Nachdem wir dann aber noch sehr lecker arabisch essen waren, habe ich aus meinen Vogelbildern vom Strandbesuch neulich noch eine Kollage gebastelt, die ich dann einfach mal schummelnder Weise als Lückenfüller verwenden und ein klein wenig mit einem Schnappschuss von meinem Postkartenberg würzen möchte. Nachdem die Suche nach einem Briefkasten gestern ohne Erfolg eingestellt werden mußte, mir der Briefmarkenverkäufer zweimal unterschiedlich viele Marken für meine Post verkauft hat und im allgemeinen der Postweg aus den Emiraten ein langer und abenteuerlicher ist, bin ich ja schon sehr gespannt, ob und wann die Karten tatsächlich in Deutschland ankommen. Heute nachmittag geht es wie es aussieht erstmal in den Souk (Markt) und abends wieder zum Literaturfestival, mal sehen, ob ich da ein paar gute Momente einfangen kann.

See you again in Dubai – Day 4

Vielleicht ist es ja schon ein bißchen verrückt, dass ich das Laptop mit im Urlaub habe und jeden Tag etwas für den Blog schreibe, Fotos sichte und bearbeite, aber ich muß gestehen, ich genieße es schon sehr, dafür auch mal wirklich Zeit und Ruhe zu haben. Manchmal mache ich die Bildbearbeitung schon am Abend des gleichen Tages, manchmal aber auch erst am Mittag so wie heute, wo ich den Tag bisher ganz besonders langsam hab anklingen lassen und die meiste Zeit draußen im Schatten der Terrasse verbracht habe. Die Kamera hatte ich heute noch gar nicht in der Hand, aber das kommt später sicher noch und als Meisterin der Überbelichtung vermeide ich die grelle Mittagssonne ohnehin ganz gerne. Außerdem plane ich noch ein paar Aufnahmen kurz vor der Dämmerung, ich hab zwar kein Stativ mit, aber vielleicht kann ich doch etwas improvisieren und außerdem den Fernauslöser zur Hilfe nehmen. Wir werden sehen.

Die Bilder des gestrigen Tages sind wie schon angedeutet ein klein wenig bunter und verbreiten hoffentlich ein wenig mehr Urlaubsatmosphäre. Nach dem Aufstehen und einem später Frühstück sind wir an den Strand gefahren, weil ich dort gerne ein paar Paulebilder machen und außerdem auch ein bißchen im Meer schwimmen wollte, wo doch der Wind inzwischen wieder nachgelassen hatte. Ich muß gestehen, ich liebe den Strand hier schon sehr, nicht nur wegen des türkisblauen Wassers, sondern auch, weil man dort meistens völlig ungestört ist. Außer uns waren nur noch eine Hand voll Leute da und der eine oder andere Vogel kam mal vorbei. Wieder einmal konnte ich ein bißchen meine Teleobjektiv testen und bin wirklich sehr froh über den Kauf, ganz einfach weil es schön ist, manche Dinge so problemlos näher betrachten zu können, auch wenn ich mir dabei doch immer noch ein wenig voyeuristisch (gibt es das Wort?) vorkomme. Von dem weißen Vogel im ersten Bild wird es später noch mehr zu sehen geben, heute erstmal nur ein Bild, damit es nicht zu viel auf einmal wird.

Am Nachmittag hieß es dann mal wieder Sport Frei! für die Kids, dieses Mal in der Nähe des berühmten Hotels Burj Al Arab und während der Wartezeit sind wir dort ein klein wenig um die Häuser gestreunt. Natürlich sind vielen neuen Häuser und Hotels, die endlos lange Beachroad beeindruckend, aber so richtig spannend wird es meistens erst, wenn man sich auch mal ein wenig abseits des offensichtlichen bewegt und kleine Seitenstraße erkundet. Dort finden man dann Rohbauten neuer Häuser oder eben auch verlassene alte Gebäude, von desses Wänden der Putz bröckelt und ein offen stehendes, rostiges Tor lädt gerade zu ein zum herumschnuppern im verwilderten Innenhof. Ich mag solche alten verwitterten Sachen ja zur Zeit besonders gerne und dort gab es ein Sammelsurium aus alten Möbeln, Brettern, Planen, Farbeimern, Werkzeugen und überall verstreuten Leinwänden, mit Pferden und Reitern in roter Farbe oder aber auch nur als Skizze in Kohle, eingestaubt vom Wüstensand. Und nur ein kurzes Stückchen weiter sieht man zwei der vermutlich teuersten Hotels der Stadt, das segelförmige Burj Al Arab und das Jumeirah Beach Hotel, und die Wasserrutschen der Wild Wadi Wasserwelt, aus der ein munterer Chor kreischender Kinderstimmen herüberhallt. Am Abend ging es dann Richtung Creek zum Literaturfestival, wir hatten Karten für eine Veranstaltung mit dem Autoren David Nicholls, über die ich später noch separat berichten werde, da für Freitag auch noch eine Lesung mit Nicholas Sparks ansteht. Heute davon nur zwei Bilder vom Creek und der Skyline von Dubai, leider auch wieder ohne Stativ. So und jetzt werde ich mal meinen Stapel Postkarten in Angriff nehmen.