Zweimal hatte der Winter in dieser Woche schon vergeblich Anlauf genommen und Schneeflocken aus den Wolken geschüttelt, die leider nicht von Dauer waren und ganz schnell wieder schmolzen. Gestern früh dann der dritte Versuch und dieses Mal, schien es wirklich ernst zu sein. Morgens um 8 begannen dicke, weiße Flocken vom Himmel zu fallen, Schnee in seiner wohl geballtesten Form, und auch wenn die Flocken nach ein paar Stunden schon deutlich geschrumpft zu sein schienen, so hörte es dennoch bis zum Abend nicht auf zu schneien. Ein klein wenig wurde die neugewonnene Winterfreude nur dadurch getrübt, dass sich herrliche Weiß am immer noch zu warmen Boden sehr schnell in Matsch und Pfützen verwandelte und ich mir mit für diese Verhältnisse etwas unpassenden Schuhen ganze dreimal nasse Füße holte. Am Abend jedoch kam die Kälte und ich stampfte auf den frischgefrorenen Straßen nach Hause, der sich in Eis verwandelnde Schnee unter meinen Sohlen knirrschend und knackend. Heute ist dort draußen noch immer ein kleines, weißes Winterwunderland und die letzte blühende Blume auf meinem Balkon läßt unter der Last des Schnees ihr kleines Köpfchen hängen. Und weil ich gestern früh, als es sich die ersten Schneeflocken gerade gemütlich gemacht hatten, noch etwas skeptisch war, wie lange die weiße Pracht wohl verweilen würde, habe ich noch schnell vor der Arbeit ein paar Bilder gemacht. Dafür mußte Paule leider etwas früher als sonst aus dem warmen Bett krabbeln und ohne Frühstück gleich ran ans Werk, ohne Vorwarnung (und Kleidung) einmal ab in den Schnee. Er hat mit sowas ja schon Erfahrung vom letzten Winter und dieses Mal mußte er zumindest keine Angst haben, dass er von Hund Felix für ein Leckerli gehalten wird.

5 Replies to “Hoppelhase im Morgenschnee

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