Sonntag Nachmittag am Düsseldorf Hauptbahnhof. Ein verlassener Bahnsteig, der langsam von der Dunkelheit eingehüllt wird. Vom Mann, der nur wenige Minuten vor mir mit der Rolltreppe dort hinauf gefahren ist, fehlt weit und breit jede Spur. Vermutlich sitzt er irgendwo versteckt in einem kleinen Häuschen und schüttelt den Kopf über die kleine Frau mit der Kamera, die dort draußen ganz alleine hin und her läuft. Vielleicht fragt er sich ja auch, was um Himmels Willen sie da eigentlich fotografieren will und wieso überhaupt. Diese Frau, die natürlich ich bin, weiß das selber nicht so genau und schaut daher erst einmal in alle Richtungen, mal durch die Kamera, mal mit ihren eigenen Augen, von oben, von unten, schließlich ist alles eine Frage der Perspektive.

Während sich die Eindrücke sammeln und als Möglichkeiten abgespeichert werden, wird gleichzeitig natürlich verglichen, ob sie in irgendeiner Form zu der Geschichte passen, die schon seit ein paar Wochen in Ideenform existiert. Doch so richtig scheint es nicht zu funktionieren, an diesem Nachmittag und so beschließe ich, es gut sein zu lassen und einen Kaffee trinken zu gehen. Als ich meine Kamera zurück in die Taschen packen will, macht es plötzlich *klick* und ein letztes, ungeplantes Bild manifestiert sich auf der Speicherkarte. Ein kurzer Blick auf das Display läßt mich schmunzeln und erahnen, dass sich daraus etwas besonderes erschaffen läßt. Und so war es dann auch.

Runaway Lights

Mit diesen Bildgedanken verabschiede ich mich nun ins Wochenende. Ich habe viel vor, denn nachdem ich es neulich schon angekündigt hatte, will ich nun Worten Taten folgen lassen und endlich mein Bloglayout umstellen. Ich hoffe, dass es kurz, schmerzlos und ohne großes Kuddelmuddel vonstatten gehen wird. Schauen wir mal, ob es auch tatsächlich so klappt.

5 Replies to “Shake and shift

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