So langsam macht sich die wechselhafte Natur des Monats April bemerkbar. Als gleich zu Beginn der Woche ein recht böiger Wind an den frisch begrünten Baumkronen zu rütteln begann, schnappte ich mir gleich morgens die Kamera in der Hoffnung, im Laufe des Tages vielleicht etwas Stürmisches und Wildes einfangen zu können. Ich war schon etwas spät dran und konnte mir auf dem Weg ins Büro eigentlich keine fotografischen Spielereien leisten, doch wie es oft der Fall ist in solchen Situationen, kam mir natürlich etwas dazwischen. Als ich den Platz hinterm Hauptbahnhof erreichte, sah ich, dass ein paar Angestellte der Stadt gerade damit begonnen hatten, eins der großen Brunnenbecken mit Wasser zu füllen. Aus mehreren Düsen sprudelte es in Bögen heraus, strömte über die hellen Steinplatten und bedeckte den Boden nach und nach mit einem nassen Schleier. Diesen Moment der Veränderung konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen, wollte aufgrund der rasenden Zeit jedoch nicht damit anfangen, wieder einmal direkt im Becken auf Motivsuche zu gehen. Also kniete ich zuerst am Rand und ließ die Kamera von dort aus auf den Boden herab, lief auf die andere Seite und kletterte auf den Rand, um von oben zu gucken und erwischte schließlich noch eine Taube bei einem schnellen Fußbad. Wie ich vorhin bemerkt habe, sind alle drei Bilder innerhalb von 3 Minuten entstanden, mir kam und kommt es noch immer deutlich länger vor. Ein gedehnter Augenblick in der Bilderwelt. Und dann flog ich weiter.

Flooding
Pouring
Early bird, late at work.

7 Replies to “Und dann kam die Flut

    • Ich mag auch das erste am liebsten, diesen fliessenden Übergang von weichem Wasser und harten Stein im Hintergrund. So ein Ergebnis hatte ich gar nicht erwartet, als ich den Fokus gesetzt habe, aber gerade das finde ich immer wieder so spannend an der Fotografie. Man entdeckt immer wieder etwas neues durch die Kamera.

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