Obwohl es nun bestimmt schon 2 Jahre her ist seit ich das letzte Mal in Köln Ehrenfeld war, um mich dort auf der Suche nach dem Wandbild von Herakut mal ein bißchen genauer in Sachen Streetart umzusehen und dennoch habe ich doch ein wenig gestaunt, wie sehr sich einige Wände inzwischen schon wieder verändert haben. Natürlich habe ich die Entstehung einiger neuer Arbeiten in den vergangenen Monaten auch auf Facebook mitverfolgen können, aber so recht sieht man da ja auch nicht, wo genau sie sich befinden und wie sie sich ins Gesamtbild dieses inzwischen doch sehr bunten Viertels integrieren. Auf unserem kleinen Rundgang neulich gab es aber nicht nur ein paar Neuentdeckungen, sondern natürlich auch ein Wiedersehen mit alten Bekannten und auch wenn es vielleicht etwas grausam klingt, ich habe mich ehrlich gesagt sehr darüber gefreut, dass einer der Büsche vor der Herakutwand am Bürgerzentrum offenbar kürzlich entfernt wurde, so dass ich dieses Mal tatsächlich freie Sicht auf das ganze Motiv hatte. Zum Schluss ging es noch kurz auf einem Kaffee zur Alten Feuerwache in Köln, von dort stammt das einzige, nicht in Ehrenfeld aufgenommene Bild, eine kleine Banane aus der Dose von Thomas Baumgärtel.

Als ich dort so durch die Strassen gelaufen bin, ist mir eingefallen, dass ich die damals gemachten Bilder alle gar nicht hier gezeigt habe, irgendwie ist immer etwas dazwischen gekommen. Die Idee, einfach mal ‚Damals‘ und ‚Heute‘ zusammen in einem Post zu zeigen, habe ich aufgrund der großen Anzahl von Bildern dann aber doch schnell verworfen, daher gibt es heute nur die neueren Mitbringsel. Wenn ich am Wochenende etwas Zeit habe, werde ich mal versuchen, die alten Aufnahmen im Archiv aufzuspüren, damit geht’s dann später einfach mal kurz zurück in die Vergangenheit.

Zum Schluss noch ein kurzer Hinweis an alle Freunde der modernen und urbanen Kunst im Großraum Köln: In der Zeit vom 24.-27. Oktober öffnen die Art.Fair und die Blooom ein weiteres Mal ihre Türen, dieses Mal in neuer Location auf dem Messegelände in Köln. Auch wenn ich letztes Jahr mehrere Anläufe gebraucht habe, um tatsächlich hinzufahren, hat es mir eigentlich ganz gut gefallen und ich hoffe, dass meine Stimmung nächste Woche mitspielt und ich mich dort ein wenig umschauen kann. Bin ja mal gespannt, ob da wieder aufgerollte Gartenschläuche und aus Donald Duck Comics heraus geschnippelte Bildchen ausgestellt werden. Man weiß ja nie, was einen so erwartet.

6 Replies to “The walls of Ehrenfeld – revisited

  1. oh da sind ja wirklich einige sehr tolle werke dabei!! gefallen mir total gut. wir waren letztens mal wieder am donaukanal spazieren und da habe ich festgestellt, dass es auch ganz viel ganz neues gibt. muss ich irgendwann auch mal wieder mit der kamera hin und ein bisschen was davon festhalten.

    • Ja, das stimmt. Da sind einige meiner Lieblingskünstler dabei und eins der Motive hängt sogar bei mir an der Wand. Ich war eigentlich seit meinem Besuch am Donaukanal im Mai gar nicht mehr in Sachen Streetart unterwegs, da war es mal wieder schön, ein bisschen was Buntes zu entdecken. Ich glaube auch neulich mal gelesen zu haben, dass es vielleicht in Zukunft hier in Düsseldorf auch so etwas ähnliches wie die Wall of Fame bei euch geben wird. So schön in Wassernähe wird es aber vermutlich nicht sein, dafür komm ich dann einfach wieder nach Wien 🙂

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