Vor ein paar Wochen, vielleicht auch schon Monaten, hat WordPress ein neues Statistiktool eingeführt, das sich ‚Einsichten‘ nennt und einem ganz oben in graphischer Form veranschaulicht, wie häufig man in den einzelnen Monaten des vergangenen Jahres gebloggt hat. Auch wenn mir natürlich durchaus bewusst war, das die Anzahl der dunkelblauen Kästchen, die einen Veröffentlichungstag symbolisieren in letzter Zeit kleiner geworden ist, hat es mich gestern doch etwas überrascht, für den Monat Juni nur 2 von ihnen zu sehen. Damit sich das ändert, war ich gestern am späten Nachmittag bzw. frühen Abend noch ein bisschen in der Nachbarschaft und auch wieder im Volksgarten unterwegs. Irgendwann stand ich wie schon so oft am Ufer des kleinen Sees, lauschte dem Plätschern der Fontäne und ließ mich von den über die Wasseroberfläche huschenden Schatten verzaubern, denn auch das ist etwas, was ähnlich wie die Makrofotografie mit ziemlicher Sicherheit immer funktioniert, ganz egal wie gut oder schlecht es mir gerade geht. Weil mir das Wasser allein dieses Mal nicht genug war und es trotz der frisch begrünten Bäume aufgrund des grauen Himmels an Farbenspielen mangelte, sammelte ich am Ufer zunächst ein paar große Federn ein, um sie ein paar Augenblicke später auf eine kleine Reise ins ungewisse zu schicken.

Der erste Versuch ging erstmal daneben, denn als ich dort so am Ufer hockte um mich mit der Kamera über mein federleichtes schwimmendes Modell beugte, tauchte plötzlich ein Schwan quasi vor meiner Nase auf, was mich so erschreckte, dass ich kurz laut aufgeschrieen habe. Sowas passiert schon mal, wenn man im Gedanken ist und vergisst, das die neugierigen Teichbewohner in der Hoffnung auf ein Leckerli eigentlich immer in Horden angepaddelt kommen, wenn man ein paar Minuten in Ufernähe herumlungert. Nachdem ich mich wieder gefangen hatte, war Feder Nummer 1 schon auf dem Wasser davon getrieben, also habe ich schnell ein paar Fotos von meinem Störenfried gemacht, quasi als neues Material für den nächsten Vogelkalender. Als er bemerkt hat, dass es von mir wohl nichts zu holen gibt, hat er sich wieder verdrückt und ich konnte mit meinen Federexperimenten weitermachen. Da ich nur mein 35 mm Standardobjektiv dabei hatte, weil ich ursprünglich ein Video aufnehmen wollte, hatte ich vom Ufer aus relativ wenig Spielraum, aber für ein paar neue Bilder hat es trotzdem gereicht.

Dunkle Feder treibt auf WasseroberflächeWeiße Feder treibt auf Wasseroberfläche

14 Replies to “Floating

    • Dankeschön 🙂 Ich bearbeite meine Bilder immer in Lightroom, also Farbe, Kontrast, Lichter und Schwarz/Weisskonvertierung. Hier habe ich außerdem noch ein paar Bereichskorrekturen gemacht, um ein paar Krümel von der Oberfläche zu entfernen. Das Wasser sieht aber wirklich so aus, ist ein Resultat aus Licht, Schatten, Wellen und möglichst weit offener Blende 🙂

    • Dankeschön 🙂 Es gibt halt so viele kleine Dinge, die funktionieren irgendwie immer. Bin mir allerdings nicht sicher, ob es wirklich scharf genug ist für ne Vergrösserung und vermutlich müsste ich auch noch ein bisschen mehr Krümelchen wegretuschieren. Ich bin da ja pingelig, krieg’s in Lightroom aber noch nicht so gut hin 🙂

    • Vielen Dank, Markus! Freut mich sehr, dass Dir meine Mitbringsel gefallen. Ich hatte ja etwas Bedenken, ob sie nicht zu düster wirken, aber das scheint ja nicht der Fall zu sein 🙂 Und nur keine Scheu, einfach mal ausprobieren, ist eigentlich ganz leicht. Ich schwör’s.

Wenn Du auch etwas dazu sagen möchtest...

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.