Es ist schon ein wenig verrückt. Da war ich am vergangenen Wochenende nach langer Zeit endlich mal wieder so richtig erfolgreich mit der Kamera unterwegs, habe dabei so einige interessante Kleinigkeiten von meinem Ausflug mitgebracht, und finde trotzdem nicht die Muße, mich tatsächlich mit ihnen zu beschäftigen anstatt nur ein paar flüchtige Blicke auf sie zu werfen. Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass ich in den letzten Tagen auch ein bisschen viel um die Ohren und den Kopf entsprechend voll hatte, da müssen selbst die tollsten Bilder einfach mal zurückstecken und geduldig auf ihren Auftritt warten.

An diesem Wochenende verlangte dann erstmal das richtige Leben meine Aufmerksamkeit, denn ich hatte Besuch von einem alten Freund, der erst vor ein paar Wochen wieder in mein Leben getreten ist. Wir hatten uns dementsprechend viel zu erzählen und irgendwie kommen dann doch immer ein paar alte Geschichten zum Vorschein, so springt man ein wenig hin und her zwischen den Schatten der Vergangenheit und dem Licht, das die Zukunft möglicherweise verspricht. Meine aktuelle Gegenwart ist zur Zeit ein bisschen was von beiden und an vielen Tagen ein Balanceakt zwischen zwei Welten; der, die einmal war und der, die vielleicht einmal sein wird. Keine von beiden macht mir Angst, denn beide gehören zu mir. Manche Tage verbringe ich in der einen, manche in der anderen und manchmal verschmelzen sie auch miteinander. Wie in diesem Bild.

Rotes Blatt auf schwarz/weißem Stein mit diagonaler Teilung in Licht und Schatten

5 Replies to “On the borderline

    • Dankeschön 🙂 Ich finde es ha schon toll, dass man heute recht einfach Freunde von früher wiederfinden kann. Leute, die man 30 Jahre kennt, aber schon 15-20 Jahre nicht mehr gesehen hat. Da kommen schnell ein paar Geschichten zusammen 🙂

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