Als ich gerade mal kurz die Liste meiner letzten Blogbeiträge durchgesehen habe, ist mir aufgefallen, dass ich hier in den letzten 9 Monaten ausschließlich analoge Bilder gezeigt habe. Das ist schon ein wenig untypisch für mich, macht aber auch ziemlich deutlich, wie wenig meine neue, noch kaum 1 Jahr alte DSLR-Kamera bisher zum Einsatz kam. Ich kann gar nicht genau beschreiben, woran es gelegen hat und noch immer liegt. Von der Bedienung her ist sie nicht so verschieden von ihren Vorgängerinnen und kann sogar ein bißchen mehr als die alten, trotzdem habe ich so meine Schwierigkeiten, mit ihr warm zu werden. Aber auch schon vor dem Kameramodellwechsel war ich deutlich weniger in der Welt unterwegs, um neue Motive zu entdecken und habe mich stattdessen lieber zuhause mit der Cyanotypie und der Filmentwicklung beschäftigt. Die Gründe dafür waren ganz unterschiedlicher Natur – die Neugier auf das Unbekannte, der Wunsch nach etwas greifbaren, meine veränderten Lebensumstände, einige persönliche Krisen und sicherlich auch eine gewisse Desillusionierung – und zur Zeit kann ich nicht sagen, ob es einfach nur so eine Phase ist oder vielleicht doch ein langfristiger Richtungswechsel ansteht. Und auch der Gedanke, meine ganze Ausrüstung zu verkaufen und das mit der Fotografie einfach ganz sein zu lassen, ist mir ab und zu schon durch den Kopf gegangen.

Aber nichts davon ist in Stein gemeißelt und in meinem Archiv tummeln sich noch immer einige Bilder, die ich euch bisher noch nicht gezeigt habe. Ich wollte ursprünglich wieder ein paar Cyanotypien oder Polaroids zeigen, entdeckte dann aber durch Zufall ein paar Regentropfenbilder, die ich Anfang September letzten Jahres im Garten meiner Eltern gemacht habe. Bisher konnte ich mich nicht entscheiden, ob ich sie in Farbe oder schwarz-weiss bearbeiten wollte, zu meiner aktuellen Stimmung und dem nasskalten Winterwetter hier passt letzteres aber eindeutig besser und so konnte ich sie nun endlich fertig machen.




Regentropfen fotografieren ist immer eine kleine Herausforderung und ich habe festgestellt, dass es mir nicht mehr ganz so leicht fällt wie früher, weil mir mittlerweile wohl ein bißchen die notwendige Ruhe und Geduld dafür fehlt. Spass gemacht hat mir die Tropfenjagd trotzdem und die Nachbarn, die mich auf dem nassen Rasen rumliegen gesehen haben, hatten auch gleich noch was zu Lachen.

3 Replies to “Herbstregentropfen auf Wiesenkleeblättern

  1. oh deine regentropfenbilder, die liebe ich ja immer sehr. wie schön, da mal wieder was von dir zu sehen <3 ich kann deine gedanken gut verstehen und nachvollziehen, bei mir liegt die kamera ja auch seit monaten vorwiegend in der gegend herum. aber ich weiß, dass bei mir dann auch wieder andere phasen kommen. zu allem anderen hoffe ich einfach, dass es dir im moment soweit gut geht!

    • Ich habe mir schon gedacht, dass Du Dich ganz bestimmt darüber freuen wirst 🙂 Leider hab ich wieder das alte Problem mit dem Reader, so wird die Bilder wieder kaum jemand sehen.
      Zur Zeit ist es einfach echt komisch und ich weiss nicht so recht, in welche Richtung es gehen soll. Ich nehme seit etwa 4 Wochen wieder Antidepressiva, zur Stabilisierung, und seit kurzem auch noch L-Thyroxin gegen meine Schilddrüsen funktion und habe echt zu kämpfen mit den Nebenwirkungen. Das wirkt halt alles hauptsächlich im Kopf, da fällt mir das Lernen fürs Fernstudium echt schwer, was auch wieder Stress verursacht. Aber ich hoffe einfach, dass auch diese schwierige Phase bald wieder vorbei ist.

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